







Über Johann Liss
Er verband deutschen, niederländischen und venezianischen Barock in einer so intensiven Laufbahn, dass sie ihn mit dreiunddreißig Jahren das Leben gekostet haben könnte.
Wo man Johann Liss sehen kann
Hier werden erfasste Sammlungsbestände angezeigt; die aktuelle Präsentation kann abweichen. Bitte erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch beim Museum.
6 erfasste WerkeArt Institute of Chicago
Chicago, Vereinigte Staaten
- 4 erfasste Werke
Gemäldegalerie Berlin
Berlin, Deutschland
- 3 erfasste Werke
Gallerie dell'Accademia
Venedig, Italien
- 2 erfasste Werke
Germanisches Nationalmuseum
Nuremberg, Deutschland
2 erfasste WerkeCleveland Museum of Art
Cleveland, Vereinigte Staaten
- 2 erfasste Werke
Wallraf–Richartz Museum
Köln, Deutschland
- 2 erfasste Werke
National Gallery
London, Vereinigtes Königreich
- 2 erfasste Werke
Hessen Kassel Heritage
Kassel, Deutschland
- 2 erfasste Werke
Metropolitan Museum of Art
New York City, Vereinigte Staaten
- 1 erfasstes Werk
Gemäldegalerie Alte Meister
Dresden, Deutschland
Ein Stück davon besitzen
Kunstdrucke von Johann Liss
Von Hand veredelte Archivdrucke aus dem Werk von Johann Liss.
Alle 18 Museen anzeigen
- 1 erfasstes Werk
National Gallery of Art
Washington D.C., Vereinigte Staaten
- 1 erfasstes Werk
Schloss Weißenstein
Pommersfelden, Deutschland
- 1 erfasstes Werk
Kunsthistorisches Museum
Wien, Österreich
- 1 erfasstes Werk
Palais des Beaux-Arts de Lille
Lille, Frankreich
- 1 erfasstes Werk
Leicester Museum & Art Gallery
Leicester, Vereinigtes Königreich
- 1 erfasstes Werk
Fitzwilliam Museum
Cambridge, Vereinigtes Königreich
- 1 erfasstes Werk
National Gallery of Ireland
Dublin, Irland
Auch hier (6)
- 1 erfasstes Werk
National Museum in Warsaw
Warschau, Polen
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Alle Drucke von Johann Liss ansehen →Häufig gestellte Fragen
Wo kann ich das Werk von Johann Liss sehen?
Johann Liss (um 1597-1631) war ein deutscher Barockmaler, der einen Großteil seiner Laufbahn in Italien verbrachte, besonders in Venedig. Um seine Gemälde im Original zu sehen, ist häufig eine Reise nötig, da sich seine Werke in Sammlungen in ganz Europa befinden. Mehrere bedeutende Museen besitzen Beispiele von Liss' Kunst. Dazu zählt der Louvre in Paris, der sein Gemälde *The Death of Cleopatra* besitzt. Die National Gallery in London besitzt *The Feast of Gods*. Die Gemäldegalerie in Berlin besitzt *The Card Players*. In Italien zeigen die Gallerie dell'Accademia in Venedig Werke von Liss, was seine dort verbrachte Zeit widerspiegelt. Weitere Museen mit Gemälden von Liss sind das Kunsthistorische Museum in Wien und das Metropolitan Museum of Art in New York. Auch kleinere Museen und regionale Galerien besitzen möglicherweise Gemälde oder Drucke von Liss, ein Blick in deren Sammlungen lohnt sich daher. Werkverzeichnisse (Catalogues raisonnés) können dabei helfen, bestimmte Werke und ihren aktuellen Standort zu finden. Bedenken Sie, dass sich Museumsbestände ändern können, sodass es immer ratsam ist, vor einem Besuch zu bestätigen, dass ein Werk ausgestellt ist.Was sollte ich über die Drucke von Johann Liss wissen?
Auch wenn Johann Liss (um 1597-1630) in erster Linie Maler war, waren Drucke in seiner Zeit ein wichtiges Mittel zur Verbreitung künstlerischer Ideen. Die Begegnung mit Kunst und neuen Konzepten erfolgte häufig über importierte Werke und Stiche. Buchfrontispize, dekorative Rahmen in Stundenbüchern und illustrierte Ausgaben klassischer Texte trugen alle zur Verbreitung künstlerischer Ideen bei. Drucke von Künstlern wie Mantegna, Bramante, Dürer und Lucas van Leyden übten bedeutenden Einfluss aus. Besonders wichtig war Marcantonio Raimondi, tätig im frühen 16. Jahrhundert. Er schuf über dreihundert Stiche, die in ganz Europa in Umlauf kamen. Diese Drucke reproduzierten Werke von Raffael, antike Skulpturen und andere Motive und trugen so zur weiteren Verbreitung künstlerischer Stile und Themen bei. Sie erlaubten es Künstlern und Sammlern, Kunstwerke zu studieren und nachzuahmen, ohne reisen oder die Originale sehen zu müssen.Warum sind die Werke von Johann Liss heute wichtig?
Johann Liss (um 1597-1631) war eine bedeutende Figur in der Entwicklung des venezianischen Barock. In Holstein, Deutschland, geboren, reiste er ausgiebig und verbrachte Zeit in den Niederlanden und Frankreich, bevor er sich um 1621 in Venedig niederließ. Liss' Bedeutung liegt in seiner Synthese unterschiedlicher künstlerischer Einflüsse. Er verband den malerischen Stil venezianischer Künstler wie Veronese und Tizian mit dem Realismus der niederländischen Malerei und den dramatischen Kompositionen Peter Paul Rubens'. Diese Verschmelzung führte zu einem unverwechselbaren Stil, geprägt von dynamischer Bewegung, kräftiger Farbe und ausdrucksstarkem Pinselstrich. Seine Gemälde zeigen häufig religiöse oder mythologische Themen, behandelt mit sinnlicher und überschwänglicher Energie. Werke wie „Das Gastmahl des Herodes“ (um 1622) zeigen sein Geschick, dramatische Erzählungen mit komplexen Figurengruppen und theatralischer Beleuchtung zu gestalten. Liss' kurze Laufbahn endete durch die Pest, doch seine Neuerungen wirkten sich erheblich auf spätere Generationen venezianischer Maler aus, darunter Giambattista Tiepolo. Sein Werk bildet ein wertvolles Bindeglied zwischen den nord- und südeuropäischen künstlerischen Traditionen des 17. Jahrhunderts.Welche Techniken oder Materialien nutzte Johann Liss?
Johann Liss war ein deutscher Barockmaler, der im 17. Jahrhundert tätig war. Er ist für seinen Umgang mit Farbe und seine energiegeladenen Kompositionen bekannt. Liss setzte in seinen Gemälden verschiedene Techniken ein. Häufig verwendete er Ölfarbe auf Leinwand und trug sie in Schichten auf, um Tiefe und Struktur zu erzeugen. Seine Pinselführung zeichnet sich durch Freiheit und Flüssigkeit aus, mit sichtbaren Pinselstrichen, die zum Bewegungseindruck seiner Werke beitragen. Liss experimentierte auch mit unterschiedlichen Grundierungen und Firnissen, die das Erscheinungsbild und die Leuchtkraft seiner Farben beeinflussten. Bei den Materialien nutzte Liss eine für die Barockzeit typische Palette. Dazu gehörten Pigmente wie Bleiweiß, Ocker, Umbra, Zinnober und Azurit. Manchmal mischte er diese Pigmente mit Öl oder Eitempera, um unterschiedliche Effekte zu erzielen. Liss' Beherrschung dieser Materialien erlaubte es ihm, Gemälde zu schaffen, die sowohl visuell eindrucksvoll als auch technisch anspruchsvoll sind. Sein Geschick im Umgang mit Farbe und sein Verständnis der Farbtheorie trugen zu seinem unverwechselbaren Stil bei.Wen beeinflusste Johann Liss?
Es ist schwierig, den Einfluss von Johann Liss auf andere Künstler zu beurteilen. Der Stil von Frans Hals hatte jedoch erhebliche Auswirkungen auf den Impressionismus und spätere Maler. Hals' Vorbild erwies sich als grundlegend für Wilhelm Busch, Lovis Corinth, Max Liebermann und Max Slevogt. Liebermann übernahm seinen freien Pinselstrich von Hals. Er studierte frühere Kunst, darunter die Rembrandts, während Studienreisen zur Gemäldegalerie in Kassel und sah Beispiele „guter Malerei“ in Berlin und Paris. 1876 fertigte Liebermann Kopien von Details und Skizzen nach Gemälden von Frans Hals an, die im Haarlemer Rathaus hingen. Die Kraft und der Einsatz der Alla-prima-Technik in Hals' Manier begünstigten den Impressionismus, sowohl in der französischen als auch in der deutschen Ausprägung. Manet, Monet, Cassat und die Künstler des Leibl-Kreises fanden darin eine Frische der Anschauung und eine Verkörperung des Realismus in der Malerei. Die Art des Malers Elstir in Prousts Auf der Suche nach der verlorenen Zeit zeigt den Einfluss von Frans Hals und modernen Malern, die sich auf den niederländischen Meister bezogen.Wer beeinflusste Johann Liss?
Johann Liss, ein deutscher Maler, der einen Großteil seiner Laufbahn in Italien verbrachte, nahm eine Reihe von Einflüssen auf. Zunächst wurde er in der niederländisch-flämischen Tradition ausgebildet, was ihn dazu brachte, Genreszenen zu schaffen, die denen ähnelten, die in Amsterdam und Antwerpen beliebt waren. Diese Werke zeigen einen dicken Farbauftrag, ein Merkmal, das ihn von den milderen Ausführungen der Bamboccianti unterscheidet. Seine Zeit in Haarlem machte ihn mit dem späten Haarlemer Manierismus vertraut, insbesondere mit dem Werk von Goltzius und Buytewech. Später, in Antwerpen, fühlte er sich zum Stil des jüngeren Jordaens hingezogen. Ein Aufenthalt in Italien, unter anderem in Venedig und Rom, erwies sich als prägend. Dort begegnete er dem Werk von Fetti, der Familie Carracci und Bril. Zudem kam er mit dem Caravaggismus in Berührung, den er bereits durch dessen flämische Interpretationen kannte. Der Kontakt mit Poelenburg in Rom machte ihn mit der mythologischen Malerei bekannt, wenngleich Liss diese häufig mit Elementen der natürlichen Welt verband.Welchem Stil oder welcher Kunstrichtung gehörte Johann Liss an?
Johann Liss (ca. 1595-ca. 1629/30) war ein deutscher Maler, der einen bedeutenden Teil seiner Laufbahn in Italien verbrachte. Sein Werk wird im Allgemeinen dem Barock zugerechnet, der sich gegen Ende der Renaissance um 1600 herausbildete. Manche betrachten den Barockstil als Weiterentwicklung der Renaissancekunst, andere als Abkehr von ihr. Liss wurde in der niederländisch-flämischen Tradition ausgebildet. Bekannt ist er für Genreszenen, die in Amsterdam und Antwerpen beliebt waren. Seine Gemälde zeichnen sich häufig durch satten Farbauftrag und einen monumentalen Ansatz aus. Manche seiner Werke betonen derbe, fast karikaturhafte Effekte, ähnlich denen bei Jordaens und Steen. Liss' kurzes Leben unterbrach eine Entwicklung, die zu einer eigenständigen Richtung in der barocken Malerei hätte führen können. Auch wenn sich Anklänge an Tizian und Verbindungen zu Rubens' Stil zeigen, offenbaren seine Kompositionen ein frisches Talent. Seine Vorwegnahme von Themen und Mitteln der venezianischen Malerei des 18. Jahrhunderts ist bemerkenswert. Nach seinem Tod wurde die Entwicklung eines an Tizian und flämische Malerei erinnernden, satten und leuchtenden Malstils unterbrochen.Wofür war Johann Liss bekannt?
Johann Liss, auch Jan Liss genannt, war ein deutscher Barockmaler, dessen Stil venezianische Einflüsse mit der niederländischen Malerei des Goldenen Zeitalters verband. Er wurde um 1597 in Oldenburg in Holstein geboren und starb 1630 in Verona an der Pest. Liss ist vor allem für seine malerische Behandlung, leuchtenden Farben und lebhaften Kompositionen bekannt. Diese Eigenschaften zeigen Werke wie „The Feast of Herod“ (um 1622, Staatliche Museen zu Berlin) und „The Vision of Saint Jerome“ (um 1627–29, Kirche San Nicolò dei Tolentini, Venedig). Häufig stellte er religiöse, mythologische und allegorische Themen dar. Liss reiste viel: 1619 hielt er sich in Amsterdam auf, danach in Paris und schließlich um 1620 in Venedig. Der Einfluss venezianischer Meister wie Tizian und Veronese ist deutlich erkennbar; von ihnen übernahm er den Umgang mit Farbe und dramatischer Komposition. Seine Auseinandersetzung mit der niederländischen Malerei, insbesondere mit Pieter Lastman, prägte seinen frühen Stil. Trotz der kurzen Laufbahn beeinflusste sein Werk die venezianische Malerei. Künstler wie Giambattista Tiepolo ließen sich von ihm inspirieren.
Quellen
Dieser Museumsführer fasst die geprüften Bestände an Werken von Johann Liss in den folgenden Sammlungen zusammen.
- [1] Museum Cleveland Museum of Art Verwendet für: Museumsbestände.
- [2] Museum Art Institute of Chicago Verwendet für: Museumsbestände.
- [3] Buch Zuffi, Stefano, 1961-, Baroque painting : two centuries of masterpieces from the era preceding the dawn modern art Verwendet für: Biografie.
- [4] Buch Lilian H. Zirpolo, Historical Dictionary of Baroque Art and Architecture Verwendet für: Biografie.
- [5] Buch Masterpieces of western art : a history of art in 900 individual studies from the Gothic to the present day Verwendet für: Biografie.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 18. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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