Kabuki-Schauspieler Segawa Kikunojō III. in einer verrückten Frauenrolle - Utagawa Toyokuni I.
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Beschreibung
Ein klassischer Ukiyo-e-Holzschnitt von Utagawa Toyokuni I, der den Kabuki-Schauspieler Segawa Kikunojō III in einer gefühlvollen Onnagata-Rolle festhält.
Dieser Holzschnitt von Utagawa Toyokuni I zeigt den berühmten Kabuki-Schauspieler Segawa Kikunojō III. Nach den Konventionen der Edo-Zeit spielten männliche Schauspieler häufig weibliche Rollen, sogenannte Onnagata. Diese spezielle Darstellung zeigt den Schauspieler in einer Rolle als verrückte Frau, ein häufiges Motiv im Kabuki-Theater, das ausdrucksstarke, gefühlvolle Darbietungen ermöglichte. Die Figur ist in einer anmutigen, leicht distanzierten Pose dargestellt, eine Kirschblütenzweig haltend, was der Komposition eine Schicht saisonaler Symbolik hinzufügt. Toyokuni I war eine zentrale Figur der Utagawa-Schule, bekannt für seine Fähigkeit, die individuellen Merkmale von Schauspielern einzufangen, anstatt sich auf generische Gesichtstypen zu verlassen. Seine Arbeit konzentrierte sich oft auf die Theatralik der Bühne, wobei er klare Linien und einen ausgewogenen Farbeinsatz verwendete, um das Motiv vor einem neutralen Hintergrund zu definieren. Das vom Schauspieler getragene Kimono weist ein subtiles Blumenmuster auf, das präzise ausgeführt wurde, um die Textur des Stoffes anzudeuten. Der Druck demonstriert die technische Fertigkeit der Schnitzer und Drucker, die mit Toyokuni zusammenarbeiteten, um diese Bilder für ein breites Publikum von Theaterliebhabern zu produzieren. Als Ukiyo-e-Werk dient dieser Druck sowohl als Aufzeichnung einer spezifischen Aufführung als auch als stilistische Erkundung der Persönlichkeit des Schauspielers. Die Komposition ist übersichtlich, so dass der Betrachter sich auf die Haltung und die feinen Details des Kostüms konzentrieren kann. Die Verwendung von Leerraum ist bewusst gewählt, um ein Gefühl der Stille zu erzeugen, das im Kontrast zur dramatischen Natur der dargestellten Figur steht. Dieses Werk bietet einen Einblick in die visuelle Kultur des späten 18. Jahrhunderts in Japan, wo die Grenzen zwischen Realität und theatralischer Kunstfertigkeit fließend waren und häufig durch das Medium des gedruckten Bildes erforscht wurden.
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Kabuki-Schauspieler Segawa Kikunojō III. in einer verrückten Frauenrolle - Utagawa Toyokuni I.
Artist Biography
Utagawa Toyokuni I
He was born in 1769, the son of a puppet maker. He studied under Utagawa Toyoharu, founder of the Utagawa school, and followed convention by taking one syllable of his master's name. His early work synthesised the styles of Utamaro, Eishi and Choki through close study and relentless practice. By the mid-1790s he had found his own voice. Yakusha Butai no Sugatae (Portraits of Actors in Their Various Roles), a series of large polychrome prints produced between 1794 and 1796, showed kabuki actors costumed and posed on stage rather than seated in formal dress. The series was a commercial triumph and set the standard for actor portraiture for the next generation.
He also excelled at bijin-ga, pictures of beautiful women, establishing compositions that ukiyo-e artists followed for decades. His innovations extended to format: he pioneered the use of diptych, triptych and polyptych arrangements that allowed more complex narrative compositions than the single sheet could hold.
As demand surged, Toyokuni's studio expanded until his personal involvement in each print became nominal. The quality of his later work declined, but the school he built survived him. His two most gifted pupils, Kunisada and Kuniyoshi, became major figures in their own right, and the Utagawa school dominated ukiyo-e production through the final decades of the Edo period. He died in 1825.
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- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
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- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Biografie des Künstlers
Utagawa Toyokuni I
He was born in 1769, the son of a puppet maker. He studied under Utagawa Toyoharu, founder of the Utagawa school, and followed convention by taking one syllable of his master's name. His early work synthesised the styles of Utamaro, Eishi and Choki through close study and relentless practice. By the mid-1790s he had found his own voice. Yakusha Butai no Sugatae (Portraits of Actors in Their Various Roles), a series of large polychrome prints produced between 1794 and 1796, showed kabuki actors costumed and posed on stage rather than seated in formal dress. The series was a commercial triumph and set the standard for actor portraiture for the next generation.
He also excelled at bijin-ga, pictures of beautiful women, establishing compositions that ukiyo-e artists followed for decades. His innovations extended to format: he pioneered the use of diptych, triptych and polyptych arrangements that allowed more complex narrative compositions than the single sheet could hold.
As demand surged, Toyokuni's studio expanded until his personal involvement in each print became nominal. The quality of his later work declined, but the school he built survived him. His two most gifted pupils, Kunisada and Kuniyoshi, became major figures in their own right, and the Utagawa school dominated ukiyo-e production through the final decades of the Edo period. He died in 1825.
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