Dorfplatz, Bretagne – Odilon Redon
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Beschreibung
Ein seltenes, beobachtendes Ölgemälde von Odilon Redon, das die ruhige Atmosphäre eines sonnenverwöhnten Dorfplatzes in der Bretagne einfängt.
Odilon Redon ist vor allem für seine traumhaften, monochromatischen Kohlezeichnungen und Lithographien bekannt, doch dieses Ölgemälde gewährt einen seltenen Einblick in seine Auseinandersetzung mit der physischen Welt. Das Werk entstand während seiner Zeit in der Bretagne und fängt einen ruhigen, sonnenverwöhnten Platz mit einer Direktheit ein, die im Kontrast zu seinem eher phantasmagorischen Werk steht. Die Komposition wird durch die weite, staubige Bodenebene verankert, die die untere Hälfte des Bildes einnimmt. Dieser leere Raum erzeugt ein Gefühl der Stille und lenkt den Blick auf die bescheidenen architektonischen Formen und den einsamen Karren in der Mitte. Die Farbpalette für die Gebäude und den Boden besteht aus erdigen Ocker- und Brauntönen, die sich von einem tiefblauen, atmosphärischen Himmel abheben. Redon trägt die Farbe mit einer sichtbaren, strukturierten Hand auf, wobei der Pinselstrich das strukturelle Gewicht der Gebäude definiert, anstatt sich auf präzise Umrisse zu verlassen. Das Licht wirkt schwer und warm und deutet die Hitze eines Sommernachmittags in einer ländlichen französischen Stadt an. Die Anwesenheit des Karrens und der einfachen Fassaden verleiht der Szene eine geerdete, beobachtende Qualität. Während Redon sich später dem Subjektiven und Imaginären zuwandte, demonstriert dieses Werk seine technische Fähigkeit, Licht und Form auf traditionelle Weise zu beobachten. Das Werk vermeidet die narrative Komplexität seiner späteren symbolistischen Periode und konzentriert sich stattdessen auf die Ruhe eines bestimmten Ortes. Es dient als eine Studie von Licht und Schatten, wobei das Zusammenspiel zwischen den soliden, undurchsichtigen Gebäuden und dem offenen, luftigen Himmel ein ausgewogenes visuelles Erlebnis schafft. Das Gemälde bleibt ein kurioses Beispiel dafür, wie ein Künstler, der für innere Visionen bekannt ist, die äußere Welt mit solcher Zurückhaltung und Klarheit auf die Leinwand übertragen konnte.
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Dorfplatz, Bretagne – Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Besondere Eigenschaften
Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
- Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abstauben
- Längere direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
- Niemals flüssige Reiniger auf Druck- oder Leinwandoberflächen verwenden
- An einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahren
- Drucke mit sauberen, trockenen Händen anfassen
Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Museumsreife Materialien
Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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