Der Hauch, der die Wesen lenkt, ist auch in den Sphären - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithographie von Odilon Redon aus seiner Serie „À Edgar Poe“ von 1882, die Themen des Ätherischen und des Unterbewusstseins durch starke Kontraste erforscht.
Diese Lithographie mit dem Titel „Le souffle qui conduit les êtres est aussi dans les sphères“ gehört zur Serie „À Edgar Poe“, die 1882 veröffentlicht wurde. Odilon Redon, eine zentrale Figur der Symbolismus-Bewegung, nutzte die Lithographie, um die Grenzen zwischen dem bewussten Geist und dem Traumzustand zu erforschen. Seine Arbeit lehnt oft die objektive Darstellung der physischen Welt ab und bevorzugt stattdessen die innere Logik der Vorstellungskraft. Die Komposition zeigt eine zentrale Figur, die mit zartem, ätherischem Licht dargestellt ist und inmitten schwebender, kugelförmiger Formen platziert ist. Diese Sphären, die in Redons „Noirs“-Periode immer wieder auftauchen, deuten auf Himmelskörper oder vielleicht die mikroskopischen Strukturen des Lebens hin. Der Kontrast zwischen dem tiefen, samtigen Schwarz der lithographischen Tinte und den leuchtenden, geisterhaften Glanzlichtern erzeugt ein Gefühl atmosphärischer Geheimnis. Die Figur scheint nach außen zu blicken, in einem Moment stiller Kontemplation gefangen, während der umgebende Raum mehrdeutig und weit bleibt. Redons technische Meisterschaft in der Lithographie ermöglichte es ihm, eine Reihe von Texturen zu erzielen, von den dichten, undurchsichtigen Schatten, die die Szene umrahmen, bis zu den weichen, körnigen Lichtübergängen. Dieser Druck demonstriert seine Fähigkeit, einen psychologischen Zustand durch visuelle Andeutung statt durch explizite Erzählung hervorzurufen. Durch die Konzentration auf das Zusammenspiel von Schatten und Form lädt Redon den Betrachter ein, sich auf einer intuitiven Ebene mit dem Werk auseinanderzusetzen. Der Titel selbst, der sich auf die ätherischen Kräfte bezieht, die die Existenz leiten, stimmt mit dem symbolistischen Interesse am Unsichtbaren und Metaphysischen überein. Dieses Werk bleibt ein herausragendes Beispiel für Redons Beitrag zur Druckgrafik des späten neunzehnten Jahrhunderts, wo der Künstler versuchte, den immateriellen Erfahrungen der menschlichen Psyche Gestalt zu verleihen.
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Der Hauch, der die Wesen lenkt, ist auch in den Sphären - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
- Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abstauben
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- An einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahren
- Drucke mit sauberen, trockenen Händen anfassen
Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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