...Ich versank in die Einsamkeit. Ich wohnte in dem Baum hinter mir. - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithographie von Odilon Redon aus seiner Serie von 1896, die einen einsamen, ausgehöhlten Baum durch atmosphärisches Licht und Schatten darstellt.
Diese Lithographie ist Platte drei aus dem Portfolio „La Tentation de Saint Antoine“ (Die Versuchung des Heiligen Antonius), veröffentlicht im Jahr 1896. Odilon Redon, eine zentrale Figur der Symbolistischen Bewegung, schuf dieses Werk als Teil seiner dritten Lithographie-Serie, inspiriert von den Schriften Gustave Flauberts. Das Bild zeigt einen massiven, uralten Baum mit einem ausgehöhlten Stamm, dargestellt in tiefen, samtigen Schwarztönen und subtilen Graunuancen. Der unter dem Bild eingravierte Titel übersetzt sich aus dem Französischen: „Je me suis enfoncé dans la solitude. J'habitais l'arbre derrière moi.“ Redon nutzte das Medium der Lithographie, um die Grenzen zwischen Realität und Unterbewusstsein zu erforschen. Seine Technik beinhaltet eine dichte Anwendung von kohleartigen Spuren, die eine Textur schaffen, die sowohl organisch als auch überirdisch wirkt. Der Baum fungiert als Gefäß für den inneren Zustand des Subjekts und suggeriert einen Rückzug aus der äußeren Welt in einen privaten, psychologischen Raum. Der Kontrast zwischen der lichtdurchfluteten Rinde und der undurchdringlichen Dunkelheit des Hohlraums erzeugt ein Gefühl des Geheimnisses. Im Gegensatz zu den präzisen Linien der traditionellen Gravur basiert Redons Ansatz auf der Akkumulation von Tönen, um Form aufzubauen. Dieses Werk demonstriert seine Fähigkeit, durch Licht und Schatten Stimmungen hervorzurufen, ein Merkmal seiner „Noirs“-Periode. Die Komposition konzentriert sich auf den Baum, der den Rahmen dominiert und den Betrachter zwingt, die Leere in seinem Stamm zu konfrontieren. Es ist ein ruhiges, kontemplatives Stück, das narrative Klarheit vermeidet und stattdessen eine Atmosphäre der Selbstbeobachtung und Isolation suggeriert. Der Druck fängt die Essenz der symbolistischen Ästhetik ein, wo die physische Welt als Ausgangspunkt dient, um die verborgenen Bereiche des menschlichen Geistes zu erkunden.
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...Ich versank in die Einsamkeit. Ich wohnte in dem Baum hinter mir. - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
- Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abstauben
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Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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