Tänzerin, die ihre rechte Fußsohle betrachtet - Edgar Degas
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Beschreibung
Eine Bronzeskulptur von Edgar Degas, die eine Tänzerin in einer spontanen, ausbalancierten Pose darstellt und das Interesse des Künstlers an Bewegung und roher anatomischer Form zeigt.
Edgar Degas schuf in der späteren Phase seiner Karriere ein umfangreiches skulpturales Werk, hauptsächlich aus Wachs. Dieser Bronzeguss mit dem Titel „Tänzerin, die die Sohle ihres rechten Fußes betrachtet“ fängt einen privaten, ungestellten Moment einer Tänzerin in Bewegung ein. Im Gegensatz zur geschliffenen akademischen Skulptur seiner Zeitgenossen bevorzugte Degas eine taktile, raue Oberfläche, die die physischen Spuren seiner Daumenabdrücke und Modellierwerkzeuge bewahrt. Dieser Ansatz lässt das Licht die unebene Textur der Bronze einfangen, wodurch ein Gefühl von Bewegung und Unmittelbarkeit entsteht. Die Figur balanciert auf einem Bein, während das andere angehoben ist, um den Fuß zu inspizieren. Diese Pose ist charakteristisch für das Interesse des Künstlers an der Mechanik des menschlichen Körpers, insbesondere an der Anstrengung und Anmut von Tänzern hinter den Kulissen. Degas ging es weniger um idealisierte Schönheit als vielmehr um die Realität der körperlichen Arbeit der Darsteller. Die Komposition ist asymmetrisch und zwingt den Betrachter, sich um das Werk herumzubewegen, um die wechselnden Winkel der Gliedmaßen und des Torsos zu erfassen. Die meisten der Wachs-Originale wurden nach seinem Tod in seinem Atelier entdeckt. Sie wurden später in Bronze gegossen, um die zerbrechlichen Formen zu erhalten. Dieses spezifische Werk zeigt seine Fähigkeit, die flüchtige Natur einer Geste in eine dauerhafte, dreidimensionale Form zu übersetzen. Die Skulptur vermeidet statische Perfektion und entscheidet sich stattdessen für eine rohe, energische Qualität, die seinem breiteren Interesse entspricht, das Leben so einzufangen, wie es geschieht. Indem er sich auf die alltäglichen Handlungen seiner Sujets konzentriert, bietet Degas einen aufrichtigen Einblick in die Strapazen des Balletttrainings. Die Bronzeoberfläche mit ihrer dunklen Patina unterstreicht die muskuläre Spannung, die erforderlich ist, um eine solch prekäre Position zu halten, und bietet eine Studie sowohl des Gleichgewichts als auch der menschlichen Anatomie.
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Tänzerin, die ihre rechte Fußsohle betrachtet - Edgar Degas
Artist Biography
Edgar Degas
More than half of his entire output depicts dancers. He became a fixture at the Paris Opera, watching from the wings and from boxes above the stage, sketching not the performance but the work behind it: the stretching, the waiting, the adjusting of shoes, the corrections from the ballet master. The backstage fatigue interested him more than the applause.
In 1881, he exhibited Little Dancer Aged Fourteen, a two-thirds life-size wax figure of Marie van Goethem, a real student at the Opera ballet school. She wore a real tutu, real ballet slippers, and a wig of human hair, all coated in wax. Critics called it repulsive. One described the girl as having a face marked by the hateful promise of every vice. Wax was a material for anatomical specimens, not art. It was the only sculpture he exhibited in his lifetime. After his death, 150 more wax figures were found in his studio, many falling apart.
His eyesight began failing during the Franco-Prussian War. By his forties he had lost central vision. By fifty-seven he could not read. The deterioration drove him from fine brushwork to bolder strokes, then to pastels, then to sculpture he could work by touch. He avoided daylight and painted under controlled artificial light. Collectors joked they should chain their Degas paintings to the wall, because he would try to take them back to rework them. He compulsively revised everything.
He disliked being called an Impressionist. He preferred Realist or Independent. He never painted outdoors, which was supposedly the whole point of the movement. Despite this, he co-founded the group, organised their exhibitions, and showed in all eight. He said: there is love and there is art and we only have one heart. He never married.
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- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Biografie des Künstlers
Edgar Degas
More than half of his entire output depicts dancers. He became a fixture at the Paris Opera, watching from the wings and from boxes above the stage, sketching not the performance but the work behind it: the stretching, the waiting, the adjusting of shoes, the corrections from the ballet master. The backstage fatigue interested him more than the applause.
In 1881, he exhibited Little Dancer Aged Fourteen, a two-thirds life-size wax figure of Marie van Goethem, a real student at the Opera ballet school. She wore a real tutu, real ballet slippers, and a wig of human hair, all coated in wax. Critics called it repulsive. One described the girl as having a face marked by the hateful promise of every vice. Wax was a material for anatomical specimens, not art. It was the only sculpture he exhibited in his lifetime. After his death, 150 more wax figures were found in his studio, many falling apart.
His eyesight began failing during the Franco-Prussian War. By his forties he had lost central vision. By fifty-seven he could not read. The deterioration drove him from fine brushwork to bolder strokes, then to pastels, then to sculpture he could work by touch. He avoided daylight and painted under controlled artificial light. Collectors joked they should chain their Degas paintings to the wall, because he would try to take them back to rework them. He compulsively revised everything.
He disliked being called an Impressionist. He preferred Realist or Independent. He never painted outdoors, which was supposedly the whole point of the movement. Despite this, he co-founded the group, organised their exhibitions, and showed in all eight. He said: there is love and there is art and we only have one heart. He never married.
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