Vor der Schwarzen Sonne der Melancholie erscheint Lenore – Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithographie von Odilon Redon, die ein traumartiges Profil aus dem Schatten tauchen lässt, inspiriert von den Werken Edgar Allan Poes.
Diese Lithographie von Odilon Redon mit dem Titel „Devant le noir soleil de la mélancolie, Lénore apparaît“ ist Teil seines Albums „À Edgar Poe“ aus dem Jahr 1882. Redon war eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, bekannt für seine Erforschung des Unterbewusstseins und der traumähnlichen Zustände des menschlichen Geistes. In diesem Werk stellt er die Figur Lenore dar, eine Figur, die mit der Poesie von Edgar Allan Poe verbunden ist, die aus einer dunklen, atmosphärischen Leere auftaucht. Die Komposition ist durch den starken Kontrast zwischen dem beleuchteten Profil der Frau und den umgebenden Schatten gekennzeichnet. Redon nutzte die technischen Möglichkeiten der Lithographie, um eine Reihe von Texturen zu schaffen, von der glatten, blassen Haut des Motivs bis zu den dichten, samtigen Schwarztönen des Hintergrunds. Die in der Überschrift erwähnte „schwarze Sonne“ ist ein wiederkehrendes Motiv in der Literatur dieser Zeit und stellt einen Zustand tiefer Traurigkeit oder existenzieller Angst dar. Indem Redon sich auf das Profil konzentriert, lenkt er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf den Ausdruck des Motivs, der rätselhaft und distanziert bleibt. Redons Ansatz in der Druckgrafik war hochgradig experimentell. Er verwendete oft kohleartige Effekte, um ein Gefühl von Geheimnis zu erzeugen, und entfernte sich von den präzisen Linien der traditionellen Gravur. Dieser Druck demonstriert seine Fähigkeit, psychologische Tiefe allein durch Licht und Schatten hervorzurufen. Das Werk ist keine wörtliche Illustration eines bestimmten narrativen Moments, sondern vielmehr eine Interpretation der Stimmung und Atmosphäre, die in Poes Schriften zu finden ist. Es spiegelt das Interesse des Künstlers am Unsichtbaren, Inneren und den irrationalen Aspekten menschlicher Erfahrung wider. Der Druck ist ein charakteristisches Beispiel seiner „Noirs“, der Serie von Kohlezeichnungen und Lithographien, die seine frühe Karriere prägten und seinen Ruf als Meister des Makabren und Ätherischen begründeten.
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Fertigung
Jeder Druck wird auf Bestellung im 12-Farben-Giclée-Druckverfahren auf FSC-zertifiziertem Archivpapier hergestellt. Entworfen in Großbritannien und gedruckt in Ihrem nächstgelegenen Produktionszentrum, um Abfall zu reduzieren und die Lieferung zu beschleunigen.
Care and materials
Specific Features
Every Solis piece is made to order with archival, gallery-quality materials built to last.
- Museum-grade giclée printing for rich, fade-resistant colour
- Archival matte fine-art paper, FSC-certified
- Multiple sizes and framing options available
- Frames in black, natural wood, dark wood or white
- Framed prints arrive ready to hang
Care & Cleaning
To keep your artwork looking its best:
- Dust gently with a soft, dry cloth
- Avoid prolonged direct sunlight
- Never use liquid cleaners on the print or canvas surface
- Keep in a dry, room-temperature space
- Handle prints with clean, dry hands
Materials & Sizing
Museum-grade giclée on FSC-certified archival matte paper, with framed and canvas options.
- Paper sizes: A4, A3, A2, A1, A0 and B2 (50×70 cm)
- Canvas: XS (20×30 cm) to Large (60×90 cm)
- Frames: black, natural wood, dark wood or white
Vor der Schwarzen Sonne der Melancholie erscheint Lenore – Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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