Am Horizont, der Engel der Gewissheiten - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithografie des symbolistischen Künstlers Odilon Redon, die ein Himmelsauge und einen Engel zeigt, der aus einem dunklen, atmosphärischen Horizont auftaucht.
Diese Lithografie von Odilon Redon mit dem Titel „A l'horizon, l'ange des certitudes, et dans le ciel sombre un regard interrogateur“ gehört zur „noirs“-Periode des Künstlers. In dieser Zeit konzentrierte sich Redon fast ausschließlich auf Kohlezeichnungen und Lithografien und erforschte eine monochrome Welt aus Schatten und Licht. Das Werk zeigt eine weite, dunkle Himmels- und Meeresfläche, die von zwei Hauptelementen geprägt wird: einem leuchtenden, körperlosen Auge, das wie ein Himmelskörper schwebt, und dem Kopf eines Engels, der aus der Horizontlinie auftaucht. Redon war eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, die sich bemühte, interne Geisteszustände statt der äußeren Realität darzustellen. Seine Bilder schöpfen oft aus Träumen, unbewussten Ängsten und literarischen Themen. Das Auge, ein wiederkehrendes Motiv in seinem Werk, deutet auf eine wache Präsenz oder einen allwissenden Beobachter hin, während der Engel einen Gegenpol in menschlicher Form bildet. Der Kontrast zwischen den tiefen, samtigen Schwarztönen der Lithografietinte und dem strahlenden Weiß des Papiers erzeugt ein Gefühl atmosphärischer Tiefe und Geheimnis. Die Textur des Drucks wird durch den sorgfältigen Auftrag des lithografischen Kreide erreicht, der subtile Tonabstufungen ermöglicht, die die nebulösen Formen definieren. Dieses Werk ist Teil einer Reihe von Lithografien, die Redons technische Meisterschaft des Mediums demonstrieren. Indem er auf Farbe verzichtet, zwingt er den Betrachter, sich mit der Komposition und der psychologischen Schwere des Themas auseinanderzusetzen. Die Mehrdeutigkeit der Szene, in der die Grenze zwischen der physischen Welt und dem metaphysischen Reich verschwimmt, ist charakteristisch für seinen künstlerischen Ansatz. Sie lädt zur Kontemplation ein, ohne eine einzelne Erzählung zu liefern, und erlaubt dem Betrachter, seine eigenen Interpretationen auf die rätselhaften Figuren zu projizieren.
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Am Horizont, der Engel der Gewissheiten - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Besondere Eigenschaften
Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
- Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abstauben
- Längere direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
- Niemals flüssige Reiniger auf Druck- oder Leinwandoberflächen verwenden
- An einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahren
- Drucke mit sauberen, trockenen Händen anfassen
Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Museumsreife Materialien
Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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