Und der Engel nahm das Räucherfass - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithographie von Odilon Redon, die einen Engel mit einem Weihrauchfass darstellt, ausgeführt im für den Künstler charakteristischen traumhaften, atmosphärischen Stil.
Diese Lithographie mit dem Titel „Und der Engel nahm das Weihrauchfass“ (Puis l'ange prit l'encensoir) stammt aus der Mappe „Apocalypse de Saint Jean“ von 1899. Odilon Redon, eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, wandte sich von der objektiven Darstellung der natürlichen Welt ab, um die inneren Bereiche von Träumen, Erinnerungen und dem Unterbewusstsein zu erforschen. In diesem Druck nutzt Redon seine charakteristische Meisterschaft im lithografischen Ton, um eine Atmosphäre stillen Geheimnisses zu schaffen. Die Komposition zeigt eine zentrale Engelsfigur, dargestellt mit zarten, ätherischen Linien. Der Engel hält ein Weihrauchfass, aus dem eine dichte, dunkle Rauchwolke aufsteigt. Dieser schwere, strukturierte Schatten kontrastiert mit der Leuchtkraft des Engels, der vor dem scharfen weißen Hintergrund fast durchscheinend wirkt. Redon nutzt die Maserung des Lithografiesteins, um Schichten kohleartiger Textur aufzubauen, insbesondere innerhalb des aufsteigenden Rauchs, der die linke Seite des Bildes dominiert. Der Ausdruck der Figur ist von gelassener Distanz, typisch für Redons überirdische Motive. Redons Werk griff oft literarische und biblische Themen auf, doch er behandelte diese Sujets mit einer persönlichen, subjektiven Vision. Indem er sich auf das Zusammenspiel von Licht und Schatten konzentrierte, lädt er den Betrachter ein, das spirituelle oder psychologische Gewicht der Szene zu betrachten, anstatt ihre narrativen Details. Der Druck demonstriert seine Fähigkeit, das Medium zu manipulieren, um eine breite Palette von Grautönen zu erzielen, von den tiefsten Schwarztönen des Weihrauchfasses und des Rauchs bis zu den subtilen, blassen Umrissen der Engelsflügel. Dieses Werk ist ein hervorragendes Beispiel für das Interesse des Symbolismus an der suggestiven Kraft der Kunst, wo das Bild als Brücke zu einer unsichtbaren Realität fungiert. Es bleibt eine fesselnde Studie in Kontrast, Textur und dem evokativen Potenzial des Monochromdrucks.
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Und der Engel nahm das Räucherfass - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
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- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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