Und allerlei schreckliche Kreaturen entstehen - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithographie aus Odilon Redons Portfolio von 1889, „Dans le Rêve“, die eine ätherische, traumähnliche Kreatur zeigt, die aus tiefen Schatten auftaucht.
Diese Lithographie mit dem Titel „Und allerlei schreckliche Kreaturen entstehen“ ist Tafel VIII aus dem 1889 veröffentlichten Portfolio „Dans le Rêve“ (Im Traum). Odilon Redon, eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, konzentrierte sich in seiner Praxis auf die Erforschung des Unterbewusstseins und des Irrationalen. Sein Werk entfernte sich oft von der Beobachtung der physischen Welt und bevorzugte stattdessen die Darstellung innerer Visionen und Traumlandschaften. Die Komposition wird von tiefen, samtigen Schwarztönen dominiert, ein Kennzeichen von Redons Meisterschaft im lithographischen Medium. Er nutzte den Stein, um eine Reihe von Tönen zu erzeugen, von den dichten, undurchdringlichen Schatten der Leere bis zum leuchtenden, ätherischen Licht, das von der zentralen, gewundenen Form ausgeht. Diese Kreatur, die einem versteinerten Ammoniten oder einer prähistorischen Schlange ähnelt, taucht aus der Dunkelheit auf, umgeben von kleineren, undeutlichen Formen, die eine chaotische, ursprüngliche Entstehung andeuten. Das Fehlen eines definierten Horizonts oder räumlichen Kontextes zwingt den Betrachter, das Bild eher als psychologischen denn als physischen Raum zu begreifen. Redons Technik in dieser Serie beruht auf der Manipulation von Licht und Schatten, um Formen anzudeuten, die niemals vollständig artikuliert werden. Indem er einen Großteil der Bilder der Vorstellungskraft des Betrachters überlässt, erzeugt er ein Gefühl der Mehrdeutigkeit, das charakteristisch für seine „noirs“-Periode ist. Der Druck zeigt seine Fähigkeit, den banalen Prozess der Lithographie in ein Medium zur Ausdrucks des Unheimlichen zu verwandeln. Dieses Werk bleibt ein primäres Beispiel dafür, wie Künstler des späten neunzehnten Jahrhunderts begannen, ihren Fokus von der äußeren Welt auf die subjektiven Erfahrungen des Geistes zu verlagern und damit die späteren Entwicklungen des Surrealismus im zwanzigsten Jahrhundert vorwegzunehmen.
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Und allerlei schreckliche Kreaturen entstehen - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
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Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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