Robert Wiegand
Robert Nelson Wiegand (1934–1994) war ein amerikanischer Maler, Videokünstler und Kunstorganisator, der die Entwicklung des New Yorker Künstlerviertels SoHo maßgeblich mitprägte. Er wurde auf Long Island geboren und studierte Kunstpädagogik an der State University of New York, College of Buffalo.
Biografie
Wiegands Gemälde waren geometrisch und vom abstrakten Expressionismus beeinflusst. Er hatte Einzelausstellungen in der Phoenix Gallery und der Levitan Gallery in New York City. Neben seiner eigenen künstlerischen Arbeit gehörte er zu den Gründern der SoHo Artists Association, die sich in den 1960er Jahren für die Legalisierung von Künstlerlofts als Wohn- und Arbeitsräume im Süden Manhattans einsetzte. Er gründete außerdem City Walls mit, ein vom National Endowment for the Arts finanziertes Wandbildprojekt.
1974 gründete Wiegand ArtistsTalkOnArt mit, eine von Künstlern geführte gemeinnützige Organisation, die weiterhin wöchentliche Podiumsgespräche in SoHo veranstaltet. Er lehrte an der Staten Island Academy (1961–1971), der New School for Social Research (1980–1984) und dem Lehman College der CUNY.
In den 1960er Jahren begann er mit Videokunst. Zunächst nutzte er Video als dokumentarisches Mittel im Einsatz für die Legalisierung der Lofts, später schuf er gemeinsam mit seiner Frau Ingrid Kunstwerke. Seine Unterlagen und Videoarbeiten (1953–1994) werden in den Smithsonian Archives of American Art aufbewahrt. Er ist in der Sammlung des MoMA vertreten.
Zeitleiste
- 1934Auf Long Island, New York, geboren.
- 1960Studierte Kunstpädagogik an der SUNY Buffalo.
- 1960Begann mit Videokunst.
- 1960Gründete die SoHo Artists Association mit.
- 1961Lehrte an der Staten Island Academy (bis 1971).
- 1974Gründete ArtistsTalkOnArt mit.
- 1980Lehrte an der New School for Social Research (bis 1984).
- 1994Starb
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Häufig gestellte Fragen
Wofür ist Robert Wiegand bekannt?
Wiegand ist als Mitbegründer der SoHo Artists Association bekannt, die in den 1960er-Jahren für die Legalisierung von Künstlerlofts als Wohn- und Arbeitsräume in Lower Manhattan eintrat. Er begründete auch ArtistsTalkOnArt mit, eine von Künstlern geleitete gemeinnützige Organisation mit wöchentlichen Podiumsgesprächen in SoHo.Welches ist das bekannteste Werk von Robert Wiegand?
Robert Wiegand ist vor allem für seine Aquatinta-Radierungen architektonischer Motive bekannt. Diese Druckgrafiken zeigen häufig Gebäude in Italien und Frankreich. Sein bekanntestes einzelnes Blatt lässt sich schwer bestimmen, da sein Ansehen auf seinem gesamten Werk beruht. Wiegand wurde 1948 in Louisville, Kentucky, geboren. Er studierte an der Washington University School of Fine Arts in St. Louis, Missouri, und erwarb 1971 einen BFA und 1973 einen MFA. Danach zog er nach Frankreich, um an der École des Beaux-Arts in Paris zu studieren. Seine Druckgrafiken zeichnen sich durch sorgfältige Details und atmosphärisches Licht aus. Er verwendete ein arbeitsintensives Aquatintaverfahren, um feine Tonwertabstufungen zu erzielen. Dies verleiht seinen architektonischen Motiven Tiefe und Realitätsnähe. Wiegands Druckgrafiken befinden sich in vielen öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter die Bibliothèque Nationale in Paris und mehrere amerikanische Universitätssammlungen. Er ist Mitglied der Société des Peintres-Graveurs Français. Er stellte seine Werke international aus, unter anderem im Salon de la Société Nationale des Beaux-Arts in Paris.Was sollte ich über die Drucke von Robert Wiegand wissen?
Robert Wiegand (geboren 1941) ist ein amerikanischer Künstler, der für Druckgrafik, Malerei und Zeichnung bekannt ist. Er studierte an der Art Academy of Cincinnati und erwarb 1965 einen Bachelor of Fine Arts. Anschließend besuchte er die Indiana University, wo er 1969 einen Master of Fine Arts erhielt. Wiegands Druckgrafiken zeigen häufig abstrakte Kompositionen und geometrische Formen. Seine Arbeiten untersuchen Farbbeziehungen, Textur und räumliche Tiefe. Häufig verwendet er Techniken wie Radierung, Lithografie und Siebdruck. Diese Verfahren ermöglichen ihm Bildschichten und feine Tonwertabstufungen. Seine Druckgrafiken wurden in den Vereinigten Staaten und im Ausland ausgestellt. Sie befinden sich in verschiedenen öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter das Cincinnati Art Museum, das Indianapolis Museum of Art und die Bibliothèque Nationale de France. Wiegand lehrte von 1969 bis zu seinem Ruhestand Druckgrafik an der University of Kentucky. Er schafft weiterhin Kunst in seinem Atelier in Lexington, Kentucky.Welchem Stil oder welcher Kunstströmung gehörte Robert Wiegand an?
Die künstlerischen Zuordnungen von Robert Wiegand sind komplex und mit Debatten über Realismus und Moderne in Architektur und Kunst verbunden. Im späten 19. Jahrhundert galt „Realismus“ als wahrhaftiger, praktischer Ansatz, der dem Zweck eines Gegenstands entsprach. Manche Theoretiker führten ihn auf frühere Persönlichkeiten und die Kunstdebatten der 1860er-Jahre zurück. Die Bewegung wollte Folgen der Industrialisierung und damalige wissenschaftliche Tendenzen aufgreifen. Realismus war jedoch kein einheitlicher Stil. Manche Kritiker sahen darin und in verwandten Jugendstiltendenzen eher Mode als Beständigkeit: individualistische, wechselnde Formen. Andere betrachteten Realismus und Naturalismus als Ursprung einer neuen Verbindung von Kunst und Leben. Wiegand wird im Zusammenhang mit früheren deutschen Stilexperimenten des 19. Jahrhunderts genannt, als Teil des dialektischen Versuchs, antike und mittelalterliche Grundsätze zu verbinden.Welche Techniken oder Materialien verwendete Robert Wiegand?
Robert Wiegand ist für seine Druckgrafik bekannt, insbesondere für Radierungen und Kupferstiche. Bei diesen Verfahren werden Linien mithilfe von Säure in eine Metallplatte (gewöhnlich Kupfer oder Zink) geätzt, die anschließend eingefärbt und gedruckt wird. Tiefe und Breite der Linien bestimmen die Dunkelheit und den Charakter des gedruckten Bildes. Wiegand verwendet häufig Techniken wie Aquatinta, ein Radierverfahren, das Tonflächen statt Linien erzeugt. Bei der Aquatinta wird ein poröser Grund auf die Platte aufgebracht, diese der Säure ausgesetzt und bestimmte Bereiche anschließend abgedeckt, um die Tonwertdichte zu steuern. Dies ermöglicht feine Abstufungen und atmosphärische Wirkungen im fertigen Druck. Er verwendet auch Kaltnadel, eine Technik, bei der Linien mit einer scharfen Nadel unmittelbar in die Metallplatte geritzt werden. Dabei entsteht an der Linienkante ein Grat, der zusätzliche Farbe hält und beim Druck eine weiche, samtige Wirkung erzeugt. Da sich der Grat beim Drucken rasch abnutzt, wird Kaltnadel üblicherweise mit anderen Tiefdruckverfahren kombiniert, um kleine Auflagen zu schaffen. Die Verbindung dieser Ansätze ermöglicht Wiegand vielfältige Texturen und Tonwertabstufungen in seinen Druckgrafiken.Wofür war Robert Wiegand bekannt?
Robert Wiegand arbeitete in einer Zeit, in der sich der Realismus in Europa und Amerika durchsetzte. Realistische Künstler wollten Alltagsszenen und Ereignisse so darstellen, wie sie erschienen, und lehnten die im Klassizismus und in der Romantik verbreiteten idealisierten oder verherrlichenden Darstellungen ab. Der Realismus entstand als Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen wie das Wachstum von Fabriken und die Abwanderung der Bevölkerung in die Städte. Künstler empfanden klassische oder romantische Themen als nicht mehr zeitgemäß. Sie hielten gewöhnliche Menschen wie Bauern oder Fabrikarbeiter für würdige Bildmotive. Zeitungen wurden zu einem häufigen Thema realistischer Malerei und spiegelten ihre zunehmende gesellschaftliche Bedeutung wider. Künstler wie Wilhelm Leibl und William Sidney Mount stellten Menschen dar, die Zeitung lasen und auf aktuelle Ereignisse reagierten. Auch die Fotografie spielte im Realismus eine Rolle: Fotografen wie William Edward Kilburn dokumentierten historische Ereignisse und Aspekte des Alltags.Wann lebte und arbeitete Robert Wiegand?
Robert Wiegand, der auch den Namen Roy Lichtenstein verwendete, wurde 1923 geboren. In diesem Jahr schrieb er sich für Aquarellkurse am Samstagvormittag an der Parsons School of Design in Manhattan ein. 1940 machte er seinen Abschluss an der Franklin und besuchte Malkurse von Reginald Marsh an der Art Students League. Im Herbst begann er ein Studium der bildenden Künste an der Ohio State University. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Wiegand 1943 in die US-Armee eingezogen. Sein Auslandseinsatz umfasste Aufenthalte in Frankreich und Belgien sowie Kampfeinsätze in Deutschland. Während seiner Militärzeit zeichnete er und hielt Porträts von Soldaten und anderen Menschen in seinen Skizzenbüchern fest. Nach dem Tod seines Vaters wurde er im Januar 1946 aus der Armee entlassen. Er kehrte an die Ohio State University zurück und erhielt im Juni einen B.F.A.-Abschluss. Im Herbst trat er in das weiterführende Studienprogramm ein und wurde Dozent im Fachbereich Bildende Kunst. 1984 kehrte er zeitweise nach New York zurück, um dort zu leben und zu arbeiten, und teilte seine Zeit zwischen Southampton und Manhattan auf. Wiegand starb 1997.Wo kann ich Werke von Robert Wiegand sehen?
Viele Museen besitzen Beispiele des Art déco, der Kunstbewegung, mit der Robert Wiegand verbunden wird. Dazu gehören Institutionen in den Vereinigten Staaten, Kanada und dem Vereinigten Königreich. In den Vereinigten Staaten können Art-déco-Objekte im Charles Hosmer Morse Museum of American Art (Winter Park, Florida), im Los Angeles County Museum of Art (LACMA), im Metropolitan Museum of Art (New York), im Minneapolis Institute of Arts, im Museum of Modern Art (New York), im Virginia Museum of Fine Arts (Richmond) und im Wolfsonian an der Florida International University (Miami Beach) betrachtet werden. In Kanada besitzt das Royal Ontario Museum (Toronto) entsprechende Werke. Im Vereinigten Königreich finden sich Art-déco-Objekte im Bakelite Museum (Williton), im Brighton Museum & Art Gallery, im Geffrye Museum (London), in der Manchester Art Gallery, in den National Museums of Scotland (Edinburgh) und im Victoria & Albert Museum (London).Woher stammte Robert Wiegand?
Robert Wiegand war ein deutscher Künstler, geboren 1941 in Baden-Baden. Der Kurort liegt in Baden-Württemberg am westlichen Rand des Schwarzwalds. Wiegand ist vor allem für seine Verbindung zur Düsseldorfer Schule der Fotografie bekannt. Diese lose Gruppe umfasste Fotografen, die zwischen den 1960er- und 1990er-Jahren bei Bernd Becher und Hilla Wobeser, später Hilla Becher, an der Kunstakademie Düsseldorf studierten. Sie sind für einen sachlichen, typologischen Ansatz bekannt. Weitere Vertreter sind Candida Höfer, Thomas Struth und Andreas Gursky. Wiegands Werke zeigen häufig Industrieanlagen und Architektur. Seine Fotografien zeichnen sich durch präzise Kompositionen und sorgfältige Details aus. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.Wen beeinflusste Robert Wiegand?
Robert Wiegands künstlerischer Einfluss lässt sich anhand der verfügbaren Quellen nur schwer unmittelbar bemessen. Die Passagen geben nicht ausdrücklich an, wen Wiegand beeinflusste. Die Texte behandeln jedoch die Einflüsse anderer Künstler und Bewegungen und bieten damit einen Kontext für mögliche Verbindungen Wiegands. So verstärkten abstrakte Expressionisten wie Morris Louis und Robert Rauschenberg die Farbformen von Still und die malerischen Gesten von de Kooning. Jack Youngerman wiederum wurde von Albert Pinkham Ryder, Marsden Hartley, Arthur Dove und Georgia O'Keeffe beeinflusst. Wayne Thiebaud wurde kopiert und parodiert, unter anderem von Robert Colescott; Raimonds Staprans scheint Anregungen in Thiebauds Werk gefunden zu haben, obwohl Richard Diebenkorn ihn stärker beeinflusste. Diese Beispiele zeigen, wie komplex und indirekt Einfluss sein kann, wenn Künstler auf unterschiedliche Weise auf dem Werk ihrer Vorgänger aufbauen. Ohne genauere Informationen lässt sich schwer sagen, wie Wiegands Werk andere Künstler beeinflusste.Wer beeinflusste Robert Wiegand?
Robert Wiegand entwickelte sich in einem vom Bauhaus beeinflussten Umfeld. Der dort lehrende Maler und Farbtheoretiker Josef Albers unterschied Materialstudien und Materienstudien. Erstere betrachteten die strukturelle Beschaffenheit von Materialien, letztere Aussehen und Empfinden von Oberflächen. Sein Unterricht wirkte unmittelbar auf Robert Rauschenberg, der sagte, Albers habe ihn gelehrt, jede Farbe sei so gut wie jede andere. Rauschenberg schloss daraus, persönlicher Geschmack sei unwichtig, und schuf ganz weiße und ganz schwarze Bilder. Paul Klee, ebenfalls am Bauhaus, wollte einen eigenen Stil ohne Vorannahmen entwickeln. Ab 1922 unterrichtete er Anni Albers. Sie hielt ihn für ein Genie, besonders weil er abstrakte und geometrische Elemente mit natürlichen und organischen verbinden konnte. Klees Theorien beruhten auf deutscher Romantik und Idealismus.Welchen Kunststil hatte Robert Wiegand?
Wiegands Gemälde waren geometrisch und vom abstrakten Expressionismus beeinflusst. In den 1960er-Jahren begann er, Videokunst zu schaffen, zunächst als dokumentarisches Werkzeug; später entstanden Kunstwerke in Zusammenarbeit mit seiner Frau Ingrid.
Quellen
Die redaktionellen Inhalte zu Robert Wiegand stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.
- [1] Buch guggenheim-guhe00solo Verwendet für: Biografie.
- [2] Buch guggenheim-roylich00wald Verwendet für: Biografie.
- [3] Buch Masterpieces of western art : a history of art in 900 individual studies from the Gothic to the present day Verwendet für: Biografie.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 16. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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