Phantom - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithografie des symbolistischen Künstlers Odilon Redon, die eine einsame Figur zeigt, umgeben von spektralen, traumähnlichen Formen.
Diese Lithografie von Odilon Redon, mit dem Titel Spookbeeld oder Apparition, fängt die charakteristische Atmosphäre der Schwarz-Weiß-Arbeiten des Künstlers ein, die er als seine Noirs bezeichnete. Redon entfernte sich von der objektiven Darstellung der natürlichen Welt und zog es vor, die inneren Zustände der menschlichen Psyche durch traumähnliche Bilder zu erforschen. Die Komposition zeigt eine einsame weibliche Figur im Profil, die mit einem weichen, ätherischen Licht wiedergegeben ist, das sich von einem tiefen, samtig schwarzen Hintergrund abhebt. Um die Figur herum schweben körperlose, maskenähnliche Gesichter und schlangenartige Formen. Diese Elemente tauchen aus der Dunkelheit auf und deuten auf eine psychologische Erzählung statt auf eine wörtliche Szene hin. Redon nutzte die technischen Möglichkeiten der Lithografie, um eine breite Palette von Tonwerten zu schaffen, von den dichten, undurchsichtigen Schwarztönen der Leere bis zu den zarten, verschwommenen Glanzlichtern auf dem Gewand der Frau. Die Textur des Steins ist im schraffierten Untergrund unter ihren Füßen sichtbar und bietet einen subtilen Anker für die ansonsten schwerelose, spektrale Umgebung. Redon war eine zentrale Figur der Symbolistenbewegung, die den Materialismus des späten neunzehnten Jahrhunderts zugunsten subjektiver Erfahrung und des Unterbewusstseins ablehnte. Sein Werk ließ sich oft von der Literatur inspirieren, insbesondere von den Schriften Edgar Allan Poes und Charles Baudelaires. In diesem Druck lädt die Mehrdeutigkeit der schwebenden Formen den Betrachter ein, seine eigenen Interpretationen in die Szene zu projizieren. Das Fehlen eines klaren räumlichen Kontextes zwingt das Auge, sich auf die Interaktion zwischen der zentralen Figur und den geheimnisvollen Entitäten, die sie umgeben, zu konzentrieren. Dieses Stück ist ein hervorragendes Beispiel für Redons Fähigkeit, einfache grafische Zeichen in eine eindringliche, evokative Bildsprache zu verwandeln, die innerhalb der Geschichte der Druckgrafik einzigartig bleibt.
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Phantom - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
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- Längere direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
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Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Museumsreife Materialien
Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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