Und band ihn tausend Jahre – Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Lithografie von Odilon Redon aus seiner Apokalypse-Serie von 1899, die die Fesselung des Drachen in tiefen, atmosphärischen Tönen darstellt.
Diese Lithografie mit dem Titel „Und band ihn tausend Jahre lang“ ist Teil der Serie „Apocalypse de Saint-Jean“, die Odilon Redon 1899 schuf. Das Werk zeigt eine Szene aus dem Buch der Offenbarung, genauer gesagt die Fesselung des Drachen. Redon, eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, war bekannt für seine „Noirs“, eine Sammlung von Kohlezeichnungen und Lithografien, die die Grenzen zwischen Realität und Unterbewusstsein erforschten. Die Komposition wird von tiefen, samtigen Schwarztönen dominiert, einem Markenzeichen von Redons technischer Meisterschaft in der Lithografie. Ein schlangenartiger Drache, mit strukturierten Schuppen dargestellt, nimmt die Mitte des Rahmens ein. Er wird von Ketten gefesselt, die ihn an eine dunkle, undeutliche Masse binden. Über der Kreatur geht ein schwaches, ätherisches Licht von einem einzigen Punkt aus, das den einzigen Kontrast zur umgebenden Düsternis bildet. Die Atmosphäre ist von stiller Spannung statt von offener Handlung geprägt, was das Interesse des Künstlers an den psychologischen und spirituellen Dimensionen seines Themas widerspiegelt. Redons Herangehensweise an die biblische Erzählung vermeidet eine wörtliche Darstellung. Stattdessen konzentriert er sich auf das emotionale Gewicht der Szene. Die Verwendung von Licht und Schatten erzeugt ein Gefühl von Geheimnis und zieht den Betrachter in einen Raum, der sich sowohl archaisch als auch traumhaft anfühlt. Der Druck demonstriert seine Fähigkeit, den lithografischen Stein so zu manipulieren, dass er eine breite Palette von Tonwerten erzielt, von den tiefsten Schatten bis zu den subtilen, geisterhaften Glanzlichtern, die die Form des Drachen definieren. Dieses Werk bleibt ein repräsentatives Beispiel seines grafischen Schaffens des späten 19. Jahrhunderts, in dem er sich von den schärferen Kontrasten seiner früheren Karriere hin zu einem nuancierteren, atmosphärischeren Stil entwickelte.
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Fertigung
Jeder Druck wird auf Bestellung im 12-Farben-Giclée-Druckverfahren auf FSC-zertifiziertem Archivpapier hergestellt. Entworfen in Großbritannien und gedruckt in Ihrem nächstgelegenen Produktionszentrum, um Abfall zu reduzieren und die Lieferung zu beschleunigen.
Care and materials
Specific Features
Every Solis piece is made to order with archival, gallery-quality materials built to last.
- Museum-grade giclée printing for rich, fade-resistant colour
- Archival matte fine-art paper, FSC-certified
- Multiple sizes and framing options available
- Frames in black, natural wood, dark wood or white
- Framed prints arrive ready to hang
Care & Cleaning
To keep your artwork looking its best:
- Dust gently with a soft, dry cloth
- Avoid prolonged direct sunlight
- Never use liquid cleaners on the print or canvas surface
- Keep in a dry, room-temperature space
- Handle prints with clean, dry hands
Materials & Sizing
Museum-grade giclée on FSC-certified archival matte paper, with framed and canvas options.
- Paper sizes: A4, A3, A2, A1, A0 and B2 (50×70 cm)
- Canvas: XS (20×30 cm) to Large (60×90 cm)
- Frames: black, natural wood, dark wood or white
Und band ihn tausend Jahre – Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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