Widriger Ruhm (Mauvaise gloire) - Odilon Redon
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Beschreibung
Eine eindringliche Radierung des französischen Symbolisten Odilon Redon, die ein lorbeergekröntes Profil zeigt, das aus tiefem Schatten auftaucht.
Odilon Redon, eine zentrale Figur der symbolistischen Bewegung, schuf diese Radierung und Kaltnadelarbeit mit dem Titel „Adverse Glory“ (Mauvaise gloire) im Jahr 1886. Das Werk gehört zu seiner Serie der „Noirs“, einer Sammlung von Kohlezeichnungen und Lithografien, die die dunkleren, unbewussten Bereiche der menschlichen Psyche erforschen. Redon wandte sich oft von der objektiven Beobachtung der Natur ab und zog es vor, traumartige, oft beunruhigende Visionen darzustellen, die den Raum zwischen Realität und Albtraum einnehmen. In dieser Komposition taucht ein Profil einer Figur mit Lorbeerkranz aus einer dichten, atmosphärischen Dunkelheit auf. Die Lichtquelle ist unklar und wirft einen Schein auf das Gesicht, während der untere Teil der Figur in tiefem Schatten verborgen bleibt. Links scheint ein kleinerer, grotesker Kopf die zentrale Figur zu beobachten, was eine Schicht psychologischer Spannung hinzufügt. Die Technik basiert auf Kreuzschraffuren und unterschiedlichen Linienstärken, um ein Gefühl von Tiefe und Textur zu erzeugen, typisch für Redons Meisterschaft in Schwarz-Weiß-Medien. Der Titel selbst deutet eine Kritik an Ruhm oder Errungenschaften an und spielt auf die hohle Natur des weltlichen Erfolgs an. Dieser Druck zeigt die Fähigkeit des Künstlers, Licht und Schatten zu manipulieren, um eine spezifische, melancholische Stimmung hervorzurufen. Er ist ein charakteristisches Beispiel für sein Interesse am Mysteriösen und Irrationalen, Themen, die seine Karriere bestimmten und ihn von seinen Zeitgenossen abhoben, die sich auf die sichtbare Welt konzentrierten.
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Widriger Ruhm (Mauvaise gloire) - Odilon Redon
Artist Biography
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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Jedes Solis-Stück wird auf Bestellung mit archivtauglichen Materialien in Galeriequalität gefertigt, die für eine lange Lebensdauer ausgelegt sind.
- Giclée-Druck in Museumsqualität für satte, lichtbeständige Farben
- Mattes Fine-Art-Papier in Archivqualität, FSC-zertifiziert
- Mehrere Größen und Rahmenoptionen verfügbar
- Rahmen in Schwarz, Naturholz, dunklem Holz oder Weiß
- Gerahmte Drucke werden fertig zum Aufhängen geliefert
Pflege & Reinigung
Damit Ihr Kunstwerk optimal aussieht:
- Vorsichtig mit einem weichen, trockenen Tuch abstauben
- Längere direkte Sonneneinstrahlung vermeiden
- Niemals flüssige Reiniger auf Druck- oder Leinwandoberflächen verwenden
- An einem trockenen Ort bei Raumtemperatur aufbewahren
- Drucke mit sauberen, trockenen Händen anfassen
Material & Größe
Museums-Giclée-Druck auf FSC-zertifiziertem, archivbeständigem, mattem Papier, wahlweise mit Rahmen oder als Leinwand.
- Papierformate: A4, A3, A2, A1, A0 und B2 (50×70 cm)
- Leinwand: XS (20×30 cm) bis Large (60×90 cm)
- Rahmen: Schwarz, Naturholz, dunkles Holz oder Weiß
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Museumsreife Materialien
Biografie des Künstlers
Odilon Redon
For the first two decades of his career he worked exclusively in black: charcoal drawings and lithographs he called his noirs. Floating eyeballs, severed heads with closed lids, spiders with human faces, plants that grow teeth. The images are hallucinatory but precisely rendered, closer to medical illustration than fantasy. He published his first lithograph album, Dans le Reve, in 1879. Nobody noticed.
Recognition came sideways. In 1884, Joris-Karl Huysmans published A rebours, a novel about a reclusive aesthete who decorates his rooms with Redon's prints. The book became a cult text for the Symbolist movement and Redon became famous by association. Stephane Mallarme, the Symbolist poet, became a close friend. Redon also completed a series of lithographs dedicated to Edgar Allan Poe, whose poems Mallarme and Baudelaire had translated into French.
After 1900 he stopped making noirs entirely and shifted to colour: pastels and oils of flowers, mythological figures and butterflies in palettes that anticipate Matisse. The transition was so complete that the Surrealists later claimed the black work while the Fauves claimed the colour, and neither group seemed to notice they were talking about the same person.
He studied under Jean-Leon Gerome at the Ecole des Beaux-Arts, which is an unlikely pairing: Gerome painted Roman gladiators with photographic precision. Redon painted eyeballs attached to balloons. Goya and Delacroix were the influences that actually stuck.
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