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Portrait of Queen Charlotte of England von Thomas Gainsborough

Portrait of Queen Charlotte of England

Staatliches Museum Schwerin

Portrait of Queen Charlotte of England ist ein Gemälde von Thomas Gainsborough und befindet sich im Staatlichen Museum Schwerin. Gainsborough malte 1780 Porträts von George III. und Königin Charlotte. Dieser Auftrag war Teil einer Reihe königlicher Arbeiten, die danach fortgesetzt wurde und ihn neben seinem großen Rivalen Sir Joshua Reynolds zu einem der beiden gefragtesten Porträtmaler des Landes machte[1]. George III. hatte 1768 die Royal Academy of Arts gegründet, ihr die königliche Gründungsurkunde verliehen und führende britische Künstler beauftragt. Dies gehörte zu einem umfassenderen Förderprogramm, zu dem auch der bedeutendste Kunstankauf der Krone in diesem Jahrhundert zählte[2]. Da George III. zugleich Präsident der Royal Academy war, musste er Reynolds jedoch offiziell zu seinem Ersten Hofmaler ernennen. Das hinderte Gainsboroughs Werke nicht daran, in der königlichen Familie sehr beliebt zu werden[1]. Als er diese Aufträge erhielt, hatte Gainsborough seinen Wirkungsort bereits 1774 von Bath nach London verlegt. Mitgebracht hatte er den leichten, raschen Pinselstrich und die weiche, ungezwungene Farbgebung, die ihn bei den vornehmen Porträtierten beliebt gemacht hatten – nun setzte er sie für die formelleren Anforderungen eines Staatsbildnisses ein[1].

Portrait of Queen Charlotte of England von Thomas Gainsborough, Detail
Detail
Portrait of Queen Charlotte of England von Thomas Gainsborough, Detail
Detail

Provenienz

Das Gemälde befindet sich im Staatliches Museum Schwerin.

Ein königlicher Auftrag von 1780

Gainsborough malte 1780 George III. und Königin Charlotte. Dieses Werk ebnete den Weg für weitere königliche Aufträge in den folgenden Jahren[1]. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gainsborough sich während seiner Jahre in Bath und seit 1774 in London bereits einen landesweiten Ruf erworben. Nun stand er neben Reynolds als einer der beiden bei der britischen Oberschicht gefragtesten Porträtmaler[1]. Die königliche Förderung bedeutete mehr als Prestige: Die Unterstützung George III. für britische Künstler, darunter die königliche Gründungsurkunde für die Royal Academy von 1768, war Teil eines gezielten Programms, den beruflichen Status einheimischer Maler gegenüber der langjährigen Vorliebe britischer Sammler für importierte kontinentale Kunst zu stärken[2].

Reynolds als führender Maler, Gainsborough als Favorit

Obwohl Gainsborough den König und die Königin malte und weitere königliche Aufträge erhielt, wurde er nie zum Ersten Hofmaler ernannt. Dieses Amt hatte Reynolds inne, der ernannt wurde, weil George III. als Präsident der Royal Academy formell zu dieser Ernennung verpflichtet war[1]. Die Regelung spiegelt Gainsboroughs besondere Stellung am Hof wider: Die königliche Familie schätzte seine Malweise und Porträts tatsächlich, doch das offizielle Amt ging aufgrund der üblichen Amtsbesetzung und nicht aus persönlicher Vorliebe an seinen Rivalen.

Der Stil, den Gainsborough in die Staatsporträtmalerei einbrachte

Bis 1780 hatte Gainsborough über zwei Jahrzehnte hinweg die leichte, rasche Pinselführung und die weich ineinander übergehenden Farben entwickelt, die ihn zum bevorzugten Porträtmaler der vornehmen Modelle in Bath und später London gemacht hatten[1]. 1774 verlegte er seine Arbeit von Bath nach London und verfeinerte diese fließende, informelle Malweise weiter, auch als er nun Angehörige der höchsten Ränge der britischen Gesellschaft porträtierte[1]. Eine Malweise, die auf entspannten, ungezwungenen Bildnissen beruhte, auf ein viel stärker reglementiertes Genre wie das Staatsporträt anzuwenden, war selbst eine besondere Leistung: Auch Gainsboroughs königliche Porträts zeigen die gleiche Leichtigkeit und Farbigkeit wie seine privaten Aufträge, nun jedoch bei einem Modell, dessen Bild den formellen Erwartungen der Monarchie genügen musste.

Häufige Fragen

  • Wann malte Gainsborough Queen Charlotte?

    1780 malte er Porträts von George III und Queen Charlotte. Damit begann eine Reihe von Aufträgen des Königshauses[1].

  • Wo wird Portrait of Queen Charlotte of England ausgestellt?

    Das Werk befindet sich im Staatliches Museum Schwerin.

  • War Gainsborough der offizielle Maler des Königs?

    Nein. Dieses Amt erhielt Sir Joshua Reynolds. George III. war als Präsident der Royal Academy offiziell verpflichtet, ihn zum Ersten Hofmaler zu ernennen[1].

  • Warum förderte George III. britische Porträtmaler?

    1768 verlieh er der Royal Academy ihre Satzung und vergab Aufträge an führende britische Künstler. Damit wollte er die Stellung der einheimischen Maler insgesamt verbessern[2].

Quellen

Der redaktionelle Text stützt sich auf die folgenden Quellen, geprüft anhand der Museumsangaben und des gemeinfreien Bildnachweises für dieses Werk.

  1. [1] Buch Susie Hodge, Art: Everything You Need to Know About the Greatest Artists and Their Work Verwendet für: dieses Kunstwerk.
  2. [2] Buch Robert Neuman, Professor of Art History, Florida State University, Baroque and Rococo Art and Architecture (Subscription) Verwendet für: dieses Kunstwerk.

Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 30. September 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.

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