











Patrick Caulfield
Caulfield verließ die Schule mit fünfzehn und begann als Registraturgehilfe beim Lebensmittelunternehmen Crosse and Blackwell. Später wechselte er ins Designstudio, wo er Pinsel auswusch und Pralinen für die Schaufenster lackierte. Nachdem er 1952 den Film *Moulin Rouge* über Toulouse-Lautrec gesehen hatte, beschloss er, Künstler zu werden.

Biografie
Mit siebzehn trat er seinen Wehrdienst bei der Royal Air Force an. Anschließend studierte er von 1960 bis 1963 am Royal College of Art[5], gemeinsam mit Hockney, Allen Jones, R.B. Kitaj und Derek Boshier. Die Ausstellung „New Generation“ in der Whitechapel Gallery ordnete ihn 1964 der Pop-Art zu. Diese Bezeichnung lehnte er für den Rest seines Lebens ab; er nannte sich einen formalen Künstler.
Seine Gemälde zeigen Innenräume, Stillleben, Restaurants und häusliche Szenen mit kräftigen, flächigen Konturen und Farbblöcken. Ihre nüchterne Wirkung liegt zwischen kommerzieller Illustration und Malerei. Die Räume sind oft leer oder fast leer. Eine Topfpflanze, ein Weinglas, eine Kerze: Die Gegenstände sind gewöhnlich, wirken durch ihre Behandlung aber fremdartig. 1987 wurde er für den Turner Prize nominiert. David Bowie und Charles Saatchi sammelten seine Werke. Er starb 2005. Die Straße in Acton, in der er geboren wurde, wurde in Caulfield Road umbenannt.
Zeitleiste
- 1936Er wurde in Acton im Westen Londons geboren. Sein Vater war Ingenieur, und die Familie lebte während der Kriegsjahre bescheiden.
- 1960Mit 24 Jahren begann er am Royal College of Art in London zu studieren. Zu seinen Kommilitonen gehörten David Hockney, Allen Jones und R.B. Kitaj.
- 1964Im Alter von 28 Jahren stellte er in der Ausstellung „New Generation“ in der Whitechapel Gallery in London aus. Dort etablierte er seinen kräftigen, flächigen Stil mit starken schwarzen Konturen.
- 1967Mit 31 Jahren begann er an der Chelsea School of Art in London zu unterrichten. Diese Stelle hatte er mehrere Jahre inne und entwickelte zugleich seine Malerei weiter.
- 1981Im Alter von 45 Jahren vollendete er After Lunch, ein Gemälde, das seinen charakteristischen flächigen Grafikstil einem fotorealistischen Ausblick auf ein Schloss gegenüberstellt. Es wurde zu einem seiner gefeiertsten Werke.
- 1999Im Alter von 63 Jahren kam er in die engere Auswahl für den Turner Prize und war damit damals der älteste Nominierte in der Geschichte des Preises. Die Nominierung würdigte seine anhaltende Bedeutung für die britische Kunst.
- 2005Er starb nach langer Krankheit im Alter von 69 Jahren in London. 2013 folgte eine Retrospektive in der Tate Britain, die seinen eigenständigen Beitrag zur britischen Malerei der Nachkriegszeit erneut würdigte.
Bedeutende Werke
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Wo man Patrick Caulfield sehen kann
6 Museen weltweit.

- 5 Werke
Vanderbilt Museum of Art
Nashville, Vereinigte Staaten
Di–Fr 11:00–16:00, Sa–So 12:00–17:00, montags geschlossen · Eintritt frei
3 WerkeBritish Council
London, Vereinigtes Königreich
- 2 Werke
Government Art Collection
London, Vereinigtes Königreich
- 1 Werke
Manchester Art Gallery
Manchester, Vereinigtes Königreich
- 1 Werke
Walker Art Gallery
Liverpool, Vereinigtes Königreich
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Kunstdrucke von Patrick Caulfield
Von Hand veredelte Archivdrucke aus dem Werk von Patrick Caulfield.
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Lebt patrick caulfield noch?
Nein, Patrick Caulfield starb 2005.Kunstbewegung von Patrick caulfield?
Nach der Ausstellung „New Generation“ von 1964 wurde Patrick Caulfield als Pop-Art-Künstler eingeordnet, doch er lehnte diese Bezeichnung ab.Welches ist das bekannteste Werk von Patrick Caulfield?
Patrick Caulfield ist vielleicht vor allem für sein Gemälde *Nach dem Mittagessen* von 1967 bekannt. Es ist ein repräsentatives Werk seiner Pop-Art-Phase. Caulfield studierte an der Chelsea School of Art und anschließend von 1960 bis 1963 am Royal College of Art[5], wo David Hockney zu seinen Kommilitonen gehörte. Seine frühen Bilder, darunter *Der Cha-Cha, der in den frühen Stunden des 24. März getanzt wurde*, *Wir zwei Jungen, die aneinander festhalten* und *Mann in einem Museum (oder Sie sind im falschen Film)*, wurden in Hockneys Retrospektive von 1988 gezeigt. Caulfields Gemälde zeigen oft Innenräume oder Stillleben in einem flächigen, grafischen Stil mit kräftigen schwarzen Konturen und einfarbigen Flächen. *Nach dem Mittagessen* ist typisch dafür: Das Bild zeigt einen Gastraum mit vereinfachten Formen und wenigen Details. Caulfield baute oft realistische Elemente wie fotografische Details oder Trompe-l’œil-Effekte ein, die mit der ansonsten stilisierten Bildsprache kontrastieren.Was sollte ich über die Drucke von Patrick Caulfield wissen?
Patrick Caulfield (1936-2005) ist bekannt für seine Siebdrucke, die häufig durch flache, von schwarzen Linien umschlossene Farbflächen gekennzeichnet sind. Er studierte an der Chelsea School of Art (1956-1960) und am Royal College of Art[5] (1960-1963), und sein Werk wird der britischen Pop-Art zugerechnet, auch wenn er diese Bezeichnung ablehnte. Caulfield schuf während seiner gesamten Laufbahn Drucke, mitunter in Zusammenarbeit mit Editions Alecto. Seine Drucke greifen häufig seine Gemälde auf oder stehen mit ihnen in Beziehung. So teilt der Druck *Ruins* (1964) sein Motiv mit einem Gemälde desselben Jahres. Manche Drucke, etwa die *Suite 22*, sind als Serie eng miteinander verbunden. Sein Stil verbindet häufig Elemente des Fotorealismus mit vereinfachten, fast comichaften Flächen. Caulfields Drucke zeigen häufig Interieurs oder Stillleben und nutzen eine begrenzte Farbpalette, um ein Gefühl von Kühle und Distanz zu erzeugen. Manchmal band er Flächen unbedruckten, weißen Papiers als kompositorisches Element ein. Später in seiner Laufbahn wurden seine Drucke komplexer, mit größerer Vielfalt an Farbe und Textur.Welchem Stil oder welcher Kunstströmung gehörte Patrick Caulfield an?
Patrick Caulfield wird allgemein mit der Pop-Art verbunden, einer Bewegung, die Ende der 1950er- und in den 1960er-Jahren in London und New York entstand. Die Pop-Art wollte Konsumkultur und Massenmedien herausfordern, indem sie Motive der Populärkultur in die bildende Kunst aufnahm. Damit wandte sie sich vom Emotionalismus des abstrakten Expressionismus ab. Die britische Pop-Art entstand vor ihrer amerikanischen Entsprechung und bezog häufig Anregungen aus amerikanischen Konsumgütern und Zeitschriften. Caulfield wird zwar dieser Bewegung zugerechnet, doch sein Stil wirkte kühler und unpersönlicher. Obwohl der Begriff „Pop“ auf Caulfield angewandt wurde, weist sein Werk auch Verbindungen zu anderen Richtungen auf. Einige Kritiker haben Parallelen zu Lich-art und Arte Povera gezogen.Welche Techniken oder Materialien verwendete Patrick Caulfield?
Patrick Caulfield ist bekannt für Gemälde, die flächige Farbbereiche mit kräftigen, schwarzen Linien verbinden. Er stellte häufig alltägliche Gegenstände und Innenräume in einem Stil dar, der sowohl gegenständlich als auch abstrakt ist. Caulfields Frühwerk, etwa das Gemälde *View of the Rooftops* (1963), verwendete Hartfaserplatte und Haushaltsfarbe. Dies verlieh seinen Bildern eine flächige, grafische Qualität. Mitunter integrierte er Bereiche mit strukturierter Farbe, um Kontraste zu schaffen. Der Siebdruck war eine weitere Technik, die Caulfield nutzte, angezogen von ihrer Fähigkeit, flächige, unmodulierte Farbe zu erzeugen. Er schuf im Laufe seiner Karriere zahlreiche Drucke, darunter eine Serie nach Gedichten von Jules Laforgue. Diese Drucke zeigen sein Interesse an Linie, Farbe und vereinfachten Formen. Später in seiner Karriere begann Caulfield, subtilere Tonwertabstufungen und Details in sein Werk einzubauen. Mitunter integrierte er Bereiche von Fotorealismus in seine ansonsten stilisierten Kompositionen. Dies zeigt sich in Gemälden wie *After Lunch* (1975), das ein fotorealistisches Stillleben-Element enthält.Wofür war Patrick Caulfield bekannt?
Patrick Caulfield, geboren 1936, war ein britischer Künstler, der mit der Pop-Art verbunden wird. Die Pop-Art entstand Mitte der 1950er-Jahre in England und gewann in den 1960er-Jahren in New York an Bedeutung, wo sie neben dem Minimalismus stand. Der Kritiker Lawrence Alloway verwendete den Begriff „Pop-Art“ 1958 erstmals für Kunst, die sich dem abstrakten Expressionismus widersetzte, den Nachkriegskonsum feierte und den Materialismus scheinbar verherrlichte. Caulfields Werk teilt die kühle, unpersönliche Haltung der amerikanischen Pop-Art. Eine Zeit lang bevorzugte er wie David Hockney Acryl- oder handelsübliche Wandfarbe. Die Pop-Art führte die Kunst zu den materiellen Realitäten des Alltags und der Populärkultur zurück. Sie ersetzte das Heroische durch das Alltägliche und verlieh massenproduzierten Dingen denselben Stellenwert wie Einzelstücken. Medien und Werbung waren beliebte Motive, die in der Konsumgesellschaft oft mit Witz gefeiert wurden.Wann starb patrick caulfield?
Patrick Caulfield starb 2005 im Alter von 69 Jahren.Wann lebte und arbeitete Patrick Caulfield?
Patrick Caulfield wurde 1922 in London geboren. 1934 besuchte er erstmals abends Kunstkurse in Pimlico. 1936 arbeitete er in der Werbeabteilung eines Elektrotechnikunternehmens und nahm zugleich Abendunterricht am Westminster Technical College und an der Saint Martin's School of Art. Ein Jahr später arbeitete er in der Schaufensterabteilung der Reimann Studios, wo er viel Zeit im Aktzeichnen verbrachte. Von 1938 bis 1940 studierte Caulfield Malerei an den Royal Academy Schools. Nach einem Kurs für technisches Zeichnen im Maschinenbau 1940 arbeitete er bis 1945 als Vorrichtungs- und Werkzeugkonstrukteur. 1946 nahm er das Studium an den Royal Academy Schools wieder auf, wurde aber im Juli ausgeschlossen. Von 1948 bis 1951 studierte er Malerei an der Slade School of Art und fertigte zahlreiche Radierungen an. 1952 unterrichtete er Design für Silberschmiede sowie Typografie und Industriedesign an der Central School of Arts and Crafts. Von 1953 bis 1966 lehrte Caulfield am King's College der University of Durham, später University of Newcastle-upon-Tyne.Wo kann ich Werke von Patrick Caulfield sehen?
Um Werke von Patrick Caulfield zu sehen, empfiehlt sich zunächst ein Blick auf die öffentlichen Sammlungen im Vereinigten Königreich. Mehrere Londoner Museen besitzen seine Drucke und Gemälde; dazu zählen die Tate, das Victoria and Albert Museum, die National Gallery, die National Portrait Gallery und die Courtauld Institute Galleries. Außerhalb Londons lohnt sich ein Besuch der Manchester Art Gallery, des Brighton Museum & Art Gallery, des Ulster Museum[2] (Belfast), der Scottish National Gallery of Modern Art (Edinburgh), der Aberdeen Art Gallery and Museum, der Walker Art Gallery (Liverpool), der Leeds City Art Gallery und der Southampton Art Gallery. In den Vereinigten Staaten sind die Sammlungen des Metropolitan Museum of Art (New York), des Museum of Modern Art (New York), des Los Angeles County Museum of Art, des Minneapolis Institute of Arts, des Virginia Museum of Fine Arts (Richmond) und des Wolfsonian an der Florida International University (Miami Beach) zu sehen. Werke befinden sich zudem im Royal Ontario Museum in Toronto.Wo lebte patrick caulfield?
Der Biografie zufolge wurde Patrick Caulfield in Acton geboren, und eine dortige Straße wurde ihm zu Ehren später in Caulfield Road umbenannt. Er studierte am Royal College of Art[5] in London und kehrte 1968 nach einem kurzen Aufenthalt in Malibu nach London zurück.Woher stammte Patrick Caulfield?
Patrick Caulfield wurde am 29. Januar 1936 in Acton im Westen Londons geboren. Seine Familie zog später nach Northolt und dann nach Perivale, wo er die Ealing County Grammar School besuchte. Sein frühes Interesse an Kunst führte ihn von 1949 bis 1953 zu Abendkursen an der Harrow School of Art. 1954 begann er an der Hammersmith School of Art, bevor er von 1955 bis 1956 seinen Wehrdienst bei der Royal Air Force leistete. Danach setzte Caulfield seine Kunstausbildung von 1956 bis 1959 an der Chelsea School of Art fort. Dort studierte er gemeinsam mit Künstlern wie Allen Jones und David Hockney. Die Zeit an der Chelsea School of Art war für seine Entwicklung wichtig: Er erprobte verschiedene Stile und Techniken und entwickelte schließlich seinen charakteristischen Stil mit kräftigen Linien und flächigen Farben. Obwohl er mit der Pop-Art-Bewegung verbunden wird, wehrte sich Caulfield stets gegen diese Bezeichnung. Er sah sich lieber als formalen Künstler, der sich mit den Beziehungen zwischen Formen, Farben und Linien befasste.
Quellen
Die redaktionellen Inhalte zu Patrick Caulfield stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.
- [1] Museum Government Art Collection Verwendet für: Museumsbestände.
- [2] Museum Ulster Museum Verwendet für: Museumsbestände.
- [3] Museum National Galleries Scotland Verwendet für: Museumsbestände.
- [4] Museum Royal Academy of Arts Verwendet für: Museumsbestände.
- [5] Museum Royal College of Art Verwendet für: Museumsbestände.
- [6] Museum Whitworth Art Gallery Verwendet für: Museumsbestände.
- [7] Buch Hodge, Susie;, Artists at Home Verwendet für: Museumsbestände.
- [8] Buch Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author, Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author - The Art Book_ New Edition, Mini Format Verwendet für: Stilanalyse.
- [9] Buch guggenheim-museum00solo Verwendet für: Stilanalyse.
- [10] Buch guggenheim-richardhamilton00hami Verwendet für: Biografie.
- [11] Buch Masterpieces of western art : a history of art in 900 individual studies from the Gothic to the present day Verwendet für: Biografie.
- [12] Buch David Hockney, Secret knowledge _ rediscovering the lost techniques of the old masters Verwendet für: Biografie.
- [13] Buch Beckett, Wendy, Sister Wendy's odyssey : a journey of artistic discovery Verwendet für: Biografie.
- [14] Buch Anfam, David A;Callen, Anthea. Techniques of the impressionists, Techniques of the great masters of art Verwendet für: Biografie, Stilanalyse.
- [15] Buch Landauer, Susan, The not-so-still life : a century of California painting and sculpture Verwendet für: Biografie.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 18. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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