











Marianne North
- Landschaftsmalerei
- Blumenmalerei
North hielt die Ehe für ein schreckliches Experiment, das Frauen zu einer Art gehobener Dienstbotin machte. Ihr Erbe hing davon ab, unverheiratet zu bleiben, und sie behielt es. Zwischen 1871[5] und 1885 reiste sie in vierzehn Jahren in fünfzehn Länder, fast immer allein.

Biografie
Sie wurde 1830 in eine wohlhabende Familie aus Norfolk geboren. Ihr Vater war Abgeordneter. Sie erhielt eine Gesangsausbildung, doch ihre Stimme versagte und sie wandte sich der Malerei zu. Sie hing sehr an ihrem Vater und reiste mit ihm, bis sein Tod 1869[5] ihr größere Reisen ermöglichte.
Sie malte Pflanzen in Öl, nicht in Aquarell, und stellte sie vor Ort in ihren Lebensräumen dar, einschließlich Tieren, Menschen und Tempeln. Auf Borneo malte sie eine der Wissenschaft unbekannte Kannenpflanze, die zu ihren Ehren Nepenthes northiana genannt wurde. Charles Darwin schlug ihr persönlich vor, Australien zu besuchen. Sie vollendete 848 Gemälde in dreizehn Jahren, schenkte 832 den Kew Gardens[4] und bezahlte selbst die Galerie, die sie aufnehmen sollte. Die Marianne North Gallery in Kew ist nach wie vor die einzige permanente Einzelausstellung in einer bedeutenden britischen Institution. Sie starb 1890[5].
Zeitleiste
- 1870Malte im Alter von 39 Jahren "Flowers and Fruit of the Palmyra, and the Palm Seen through a Window, Java".
- 1872Malte mit 41 Jahren „Foliage, Flowers and Seed-Vessels of Cotton and Fruit of Star Apple, Jamaica“.
- 1878Malte im Alter von 47 Jahren "Custard Apple, Native 'Gooseberry' of Sarawak, and Leaf Locust".
- 1878Malte im Alter von 47 Jahren "Rhododendron Falconeri from the Mountains of North India".
- 1880Malte mit 49 „Specimens of the Coquito Palm of Chile in Camden Park, New South Wales“.
- 1880Malte im Alter von 49 Jahren „Blick vom Inselchen im Lake Wakatipu, Neuseeland, auf den Mount Earnshaw“.
Bedeutende Werke
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Wo man Marianne North sehen kann
3 Museen weltweit.
861 WerkeMarianne North Gallery
Kew, Vereinigtes Königreich
119 WerkeRoyal Botanic Gardens, Kew, Library, Art & Archives
Kew, Vereinigtes Königreich
- 52 Werke
British Library
London, Vereinigtes Königreich
Mo–Do 09:30–20:00, Fr 09:30–18:00, Sa 09:30–17:00, So 11:00–17:00 · Eintritt frei
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Kunstdrucke von Marianne North
Von Hand veredelte Archivdrucke aus dem Werk von Marianne North.
The South African Doornboom and Fingo Huts - Marianne North
Ab £28,00
Royal Palm Avenue - Marianne North
Ab £28,00
Flowers of Jasmine Mango or Frangipani, Brazil - Marianne North
Ab £28,00
Foliage and Fruit of Sterculia parviflora - Marianne North
Ab £37,00
Common Aloe in Flower, Teneriffe - Marianne North
Ab £28,00
A Bornean Pitcher Plant, Sarawak, Borneo - Marianne North
Ab £28,00
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Alle Kunstdrucke von Marianne North ansehen →Häufig gestellte Fragen
Hat marianne north jemals geheiratet?
Marianne North hielt die Ehe für ein schreckliches Experiment. Sie heiratete nie, da ihr Erbe davon abhing, dass sie unverheiratet blieb.Welches ist das bekannteste Werk von Marianne North?
Marianne North (1830–1890[5]) war eine englische Biologin, botanische Künstlerin und weit gereiste Frau. Zu ihren Werken gehören botanische Studien aus Ceylon (dem heutigen Sri Lanka). Bekannt ist auch das Bild „Meine Tante Mrs Marianne North beim Malen in Mrs Camerons Haus auf Ceylon“. North reiste über mehrere Jahre allein in zahlreiche Länder Amerikas, Asiens und Afrikas. Ihre Expeditionen finanzierte sie durch den Verkauf geerbten Besitzes. Fast immer stellte sie Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung dar, gelegentlich auch Insekten und Tiere. Nachdem sie den Royal Botanic Gardens in Kew einen Vorschlag unterbreitet hatte, wurde eigens eine Galerie für ihre Sammlung gebaut. Die 1882[5] eröffnete Galerie zeigt noch heute mehr als 800 ihrer Ölgemälde.Was sollte ich über die Drucke von Marianne North wissen?
Marianne North, Malerin und Naturforscherin, wurde im Januar 1877[5] von Julia Margaret Cameron in Ceylon (dem heutigen Sri Lanka) fotografiert. Cameron, von 1864 bis 1879 als Fotografin tätig, schuf verschiedene Drucke, darunter Porträts und allegorische Szenen. Sie verkaufte diese über Händler wie P. & D. Colnaghi und William Spooner. Colnaghi, ein führender Druckhändler, versah Drucke oft mit einem goldenen Rand um das Bild. Spooner verwendete einen Blindstempel mit der Aufschrift „Registered Photograph“. Cameron diversifizierte ihre Verkäufe zudem über weitere Händler; 1865 erwarb der königliche Haushalt fünf ihrer Fotografien vom Buchhändler John Mitchell. Um den Wert ihrer Porträts zu steigern, ließ Cameron mitunter namhafte Modelle wie Alfred Tennyson und John Herschel die Passepartouts signieren. Sie ließ zudem Signaturen auf die Passepartouts von Porträts Tennysons, George Frederic Watts' und anderer lithografieren. 1875 beauftragte Cameron die Autotype Company mit der Herstellung von Kohledrucken von etwa siebzig ihrer Bilder. Kohledrucke wurden für ihre Beständigkeit und Qualität geschätzt. Wegen einer Provision von 40 Prozent, die die Autotype Company verlangte, war dieses Unterfangen für Cameron jedoch finanziell nicht erfolgreich.Welchem Stil oder welcher Kunstströmung gehörte Marianne North an?
Marianne North (1830–1890[5]) war eine Künstlerin des Viktorianischen Zeitalters, bekannt vor allem für ihre botanischen Illustrationen. Obwohl sie sich keiner einzelnen Kunstrichtung eindeutig zuordnen lässt, weist ihr Werk Merkmale der botanischen Kunst und des viktorianischen Naturalismus auf. Botanische Kunst stellt Pflanzen genau dar, oft mit wissenschaftlicher Absicht. Norths detaillierte Gemälde von Pflanzen aus aller Welt gehören eindeutig zu dieser Tradition. Sie reiste viel und dokumentierte die Pflanzenwelt an Orten wie Australien, Südafrika und Indien. Der zu ihren Lebzeiten beliebte viktorianische Naturalismus zielte auf eine realistische Darstellung und bezog oft wissenschaftliche Beobachtung ein. Auch Norths Kunst betont Details und Genauigkeit. Ihre Gemälde waren nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern dienten zugleich als bildliche Aufzeichnung der Pflanzenarten, denen sie begegnete. Dass North den Charakter der Pflanzen und nicht bloß ihre Form festhielt, verbindet sie zusätzlich mit dem naturalistischen Ansatz. Ihr besonderer Beitrag liegt im Umfang und in der geografischen Vielfalt ihrer botanischen Gemälde, die Kunst und Wissenschaft gleichermaßen wertvolle Quellen bieten.Welche Techniken oder Materialien nutzte Marianne North?
Marianne North war eine autodidaktische Künstlerin, die vorwiegend mit Öl auf Papier oder Platte arbeitete. Ihre Methode war unmittelbar und praktisch und den Anforderungen des Reisens und der Arbeit vor Ort angepasst. Sie stellte genaue Darstellung und wissenschaftliche Beobachtung über stilistische Innovation. North bereitete ihre Materialien selbst vor. Sie grundierte Papier und Platten mit einem weißen Grund und schuf so eine glatte Oberfläche, die für detailreiches Arbeiten geeignet war. Sie baute sich zudem einen leichten, tragbaren Malkasten, um ihre Ausrüstung mitzuführen. Dies erlaubte es ihr, in unterschiedlichsten Umgebungen effizient zu arbeiten. Norths Ansatz bestand darin, unmittelbar nach der Natur zu malen und dabei botanische Details sowie die Gesamtatmosphäre ihrer Umgebung festzuhalten. Sie strebte botanische Genauigkeit in ihren Pflanzendarstellungen an, was ihre enge Verbindung zu wissenschaftlichen Kreisen widerspiegelt. Ihre unmittelbare Methode und sorgfältige Vorbereitung erlaubten es ihr, ein umfangreiches Werk zu schaffen, das Pflanzenleben aus vielen Regionen der Welt dokumentiert. Sie hinterließ diese Gemälde den Royal Botanic Gardens, Kew.Wofür war Marianne North bekannt?
Marianne North (1830–1890[5]) war eine englische Biologin und botanische Künstlerin. Sie reiste um die Welt, um Pflanzen und die Pflanzenwelt zu malen. Während ihrer Reisen schuf North mehr als 900 Gemälde. Sie sind wegen ihrer botanischen Details und als Dokumentation von Pflanzen aus Regionen wie Nord- und Südamerika, Südafrika und Asien wertvoll. Für ihre Zeit war Norths Vorgehen ungewöhnlich. Statt Aquarell, das für botanische Illustrationen üblicher war, verwendete sie Ölfarbe. Außerdem legte sie Wert darauf, Pflanzen in ihrer natürlichen Umgebung darzustellen. Das unterschied sich von der verbreiteten Praxis, einzelne Exemplare isoliert zu zeigen. Nach ihrer Rückkehr nach England schenkte North ihre Sammlung den Royal Botanic Gardens in Kew. Zudem finanzierte sie den Bau einer Galerie für die Gemälde. Die Marianne North Gallery wurde 1882[5] eröffnet und ist bis heute öffentlich zugänglich. Sie bietet eine einzigartige visuelle Dokumentation der weltweiten Pflanzenwelt des späten 19. Jahrhunderts. Ungewöhnlich waren sowohl Norths Reisen allein als Frau als auch der Umfang ihres künstlerischen Vorhabens.Wann starb marianne north?
Marianne North starb 1890[5] im Alter von 59 Jahren.Wann lebte und arbeitete Marianne North?
Marianne North (1830-1890[5]) war eine viktorianische Künstlerin und Botanikerin, bekannt für botanische Illustrationen, insbesondere solche, die sie auf ausgedehnten Reisen schuf. Sie wurde im englischen Hastings geboren und begann schon jung, Blumen zu malen. Nach dem Tod ihrer Mutter 1855[5] reiste sie mit ihrem Vater, einem Parlamentsmitglied. Diese Reisen weckten ihr Interesse, Pflanzen aus aller Welt festzuhalten. Nach dem Tod ihres Vaters 1869 unternahm North eine Reihe von Alleinreisen. Zwischen 1871 und 1885 besuchte sie zahlreiche Länder und malte dort, darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, Jamaika, Brasilien, Japan, Singapur, Borneo, Java, Ceylon und Indien. Sie wollte die Pflanzenwelt dieser Regionen in ihrem natürlichen Lebensraum zeigen. Für die damalige Zeit war ihr Ansatz ungewöhnlich, denn oft stellte sie ganze Pflanzengemeinschaften statt einzelner Exemplare dar. Nach ihrer Rückkehr nach England übergab North ihre Sammlung den Royal Botanic Gardens in Kew. Sie finanzierte und entwarf eine Galerie für ihre Arbeiten, die 1882 eröffnet wurde. Die Marianne North Gallery besteht bis heute in Kew Gardens[4] und zeigt mehr als 800 ihrer Gemälde.Wo kann ich Werke von Marianne North sehen?
Die Marianne North Gallery in den Royal Botanic Gardens, Kew, ist der wichtigste Aufbewahrungsort ihres künstlerischen Werks. Die 1882[5] eröffnete Galerie wurde eigens errichtet, um Norths Sammlung von 832 Gemälden zu beherbergen. North selbst überwachte die Anordnung der Bilder und schuf einen dichten Hang im Salon-Stil, der ihre Reisen und botanischen Interessen widerspiegelte. Über Kew hinaus finden sich Beispiele von Norths Werk auch in anderen Institutionen, wenn auch oft in geringerer Zahl. Dazu zählt die National Portrait Gallery, die ein Porträt Norths von Henrietta Ward besitzt, sowie die Royal Society, die ein Porträt ihres Vaters John North von der Hand Norths besitzt. Manche botanischen Gärten und Herbarien besitzen möglicherweise ebenfalls einzelne Gemälde oder Studien von North, auch wenn diese seltener öffentlich gezeigt werden. Forschende sollten für weitere Fundorte Kataloge botanischer Kunstsammlungen zurate ziehen. Die Galerie in Kew bleibt der umfassendste und zugänglichste Ort, um Norths künstlerisches Werk zu sehen.Wohin reiste marianne north?
Zwischen 1871[5] und 1885 bereiste Marianne North in vierzehn Jahren fünfzehn Länder. Fast immer reiste sie allein.Woher stammte Marianne North?
Marianne North wurde am 24. Oktober 1830 in Hastings in England geboren. Ihr Vater Frederick North war Friedensrichter und Abgeordneter für Hastings. Er stammte aus einer Familie mit Verbindungen zum Adel; sein Großvater Brownlow North war Bischof von Winchester. Die gesellschaftliche Stellung der Familie North eröffnete Marianne Bildungs- und Reisemöglichkeiten, die ihre Laufbahn als botanische Künstlerin prägten. In ihrer frühen Lebenszeit reiste sie häufig mit ihrer Familie durch Europa und entwickelte dabei ihr Interesse an Pflanzen und ihren Lebensräumen. Nach dem Tod ihrer Mutter 1855[5] wurde Marianne zur Gefährtin ihres Vaters und reiste weiterhin viel. Diese Reisen bildeten die Grundlage für ihre späteren, ambitionierteren Expeditionen in abgelegene Weltregionen. North blieb unverheiratet und widmete ihr Leben der Malerei und der botanischen Forschung.Wen beeinflusste Marianne North?
Marianne Norths Einfluss zeigt sich im Werk anderer botanischer Künstler und Reisender. Norths Freundin Annie Brassey, ebenfalls aus Hastings, teilte ihr Interesse am Reisen und Beobachten in aller Welt. Wie North nutzte auch Brassey ihre gesellschaftliche Stellung, um Botaniker und Sammler kennenzulernen. Brassey bewunderte Norths Sammlung von Zeichnungen in Kew. Beide Frauen wurden von Präsident Ulysses S. Grant im Weißen Haus empfangen. Norths Werk beflügelte zudem die australische Künstlerin Ellis Rowan. Rowan schrieb North die Inspiration zu, um der Welt auf der Suche nach Blumen zu bereisen. 1880[5] begrüßte Rowan North bei deren Ankunft in Albany, Westaustralien, und beherbergte sie in einem Cottage. Rowan bewunderte Norths Genie und die Geschwindigkeit, mit der sie malte. North wiederum beschrieb Rowan als eine bezaubernde, feenhafte Frau und bewunderte ihr Werk. Norths Schenkung ihres Lebenswerks an Kew Gardens[4], wo es 1882 eröffnet wurde, sicherte ihr Vermächtnis als botanische Künstlerin.
Quellen
Die redaktionellen Inhalte zu Marianne North stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.
- [1] Museum British Library Verwendet für: Museumsbestände.
- [2] Museum Royal Botanic Gardens, Kew, Library, Art & Archives Verwendet für: Museumsbestände.
- [3] Museum National Trust Verwendet für: Museumsbestände.
- [4] Museum Kew Gardens Verwendet für: Museumsbestände.
- [5] Wikipedia Wikipedia: Marianne North Verwendet für: Biografie, Geburtsdaten, Sterbedaten, Kennungen, Zuordnung zur Kunstrichtung, Nationalität.
- [6] Buch Penny Olsen, Collecting Ladies: Ferdinand Von Mueller and Women Botanical Artists Verwendet für: Biografie.
- [7] Buch Getty, Getty - Julia Margaret Cameron Complete Photographs Verwendet für: Biografie.
- [8] Buch Sophie Junge; Erin Hyde Nolan, Survey Practices and Landscape Photography Across the Globe Verwendet für: Biografie.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 18. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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