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Untitled von Chen Peiqiu
Flowers von Chen Peiqiu
茂林古寺 von Chen Peiqiu
Bamboo and Rock von Chen Peiqiu
Bird von Chen Peiqiu
1922–2020 · Chinesisch[1]

Chen Peiqiu

Chen Peiqiu wurde am 29. Dezember 1922[1] in Nanyang in der Provinz Henan geboren und lebte lange genug, um für ihre eigenen Werke Auktionserlöse von über drei Millionen Dollar zu erleben. Sie gilt weithin als bedeutendste chinesische Malerin des zwanzigsten Jahrhunderts. Dieser Ruf beruht auf sieben Jahrzehnten Arbeit in der traditionellen Guohua-Malerei, mit Blumen, Vögeln und Landschaften als Hauptmotiven.

Wikipedia7 Quellen

Porträt von Chen Peiqiu

Biografie

Der Zweite Weltkrieg unterbrach ihren Weg zu einer formalen Ausbildung. Als sie mit ihrer Familie nach Kunming floh, begegnete sie dem kantonesischen Maler Huang Junbi, dessen Beispiel sie davon überzeugte, die Kunst als ernsthaften Beruf zu verfolgen. Sie schrieb sich an der National Academy of Art in Hangzhou ein und schloss 1950[1] ab, bereits mit herausragenden technischen Fähigkeiten. Durch ihre Heirat mit Xie Zhiliu, einem der angesehensten Gelehrtenmaler und Kalligrafen der Zeit, entstand eines der berühmtesten Paare der chinesischen visuellen Kultur. Ihr Einfluss auf das Werk des jeweils anderen und auf die weitere Shanghaier Kunstszene hielt bis zu Xies Tod 1997 an.

Chen Peiqiu wurde in den traditionellen Konventionen der Pinselführung der Song- und Ming-Zeit ausgebildet, ließ aber impressionistische und postimpressionistische Farbvorstellungen in ihre Palette einfließen. So entstanden Gemälde, die zugleich klassisch und modern wirken. Ihre Blumen zeigen eine Präzision aus der sorgfältigen Gongbi-Tradition, während ihre Kompositionen von einem freieren Raumgefühl leben, das dem strengen Akademismus fremd ist.

In den 2010er-Jahren war sie regelmäßig auf der Hurun Art List der umsatzstärksten chinesischen Künstler vertreten. 2016[1] belegte sie mit jährlichen Auktionserlösen von 7,9 Millionen Dollar den sechzehnten Platz. Ein Landschaftsbild wurde 2014 für 3,4 Millionen Dollar verkauft. Die Xie Zhiliu and Chen Peiqiu Art Gallery eröffnete 2015 in Nanhui New City, und 2014 erhielt sie den Shanghai Art and Literature Prize Lifetime Achievement Award. Sie starb am 26. Juni 2020[1] im Alter von siebenundneunzig Jahren.

Zeitleiste

  1. 1922Am 29. Dezember in Nanyang in der Provinz Henan geboren.
  2. 1950Schloss das Studium an der National Academy of Art in Hangzhou ab.
  3. 1997Ihr Mann Xie Zhiliu starb. Er war ein Gelehrtenmaler und Kalligraf.
  4. 2014Erhielt den Shanghai Art and Literature Prize Lifetime Achievement Award.
  5. 2014Eines ihrer Landschaftsbilder wurde für 3,4 Millionen Dollar verkauft.
  6. 2015Die Xie Zhiliu and Chen Peiqiu Art Gallery eröffnete in Nanhui New City.
  7. 2016Belegte auf der Hurun Art List der umsatzstärksten chinesischen Künstler mit jährlichen Auktionserlösen von 7,9 Millionen Dollar den sechzehnten Platz.
  8. 2020Starb am 26. Juni im Alter von siebenundneunzig Jahren.

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Häufig gestellte Fragen

  • Wofür ist Chen Peiqiu bekannt?
    Chen Peiqiu gilt als bedeutendste chinesische Malerin des zwanzigsten Jahrhunderts. Ihr Ruhm beruht auf sieben Jahrzehnten Arbeit in der traditionellen Guohua-Malerei, spezialisiert auf Blumen, Vögel und Landschaften.
  • Welches ist das bekannteste Werk von Chen Peiqiu?
    Angesichts der verfügbaren Informationen lässt sich nicht ein einzelnes Werk als Chen Peiqius „berühmtestes“ benennen. Ihr künstlerisches Schaffen erstreckte sich über Jahrzehnte und umfasste innerhalb der breiten Tradition der chinesischen Malerei viele Themen und Stile. Ohne konkrete Angaben zu einzelnen Werken lässt sich ihre relative Bekanntheit nicht beurteilen. Um festzustellen, welche Arbeiten die größte kritische Aufmerksamkeit, Ausstellungspraxis oder öffentliche Anerkennung erfahren haben, wäre ein umfassendes Werkverzeichnis oder eine ausführliche Biografie nötig. Diese Faktoren tragen zur Bedeutung einer Künstlerin und zur Anerkennung bestimmter Werke bei. Um ihre bekanntesten Schöpfungen zu bestimmen, müsste man außerdem Ausstellungsgeschichte, Auktionsunterlagen und Veröffentlichungen zu Chen Peiqius Kunst untersuchen.
  • Welchem Stil oder welcher Kunstströmung gehörte Chen Peiqiu an?
    Chen Peiqiu (1922[1]-2011[1]) war eine chinesische Malerin und Kalligrafin, deren Werk schwer einer Bewegung zuzuordnen ist. Einflüsse und Stilelemente lassen sich jedoch erkennen. Ihre reife Kalligrafie mischte verschiedene Stelenstile mit archaischen Schriftformen antiker Ziegel und Bronzen zu Mischformen. Sie schöpfte aus Epigrafik und betonte die Autorität des Herz-Geistes gegenüber dem Sehen. Chen experimentierte mit der ‚knochenlosen‘ Blumen- und Vogelmalerei und Fingermalerei für Landschaften. Die mit Shen Zhou und Wang Wei verbundene knochenlose Methode nutzte Lavuren statt kräftiger Konturen. Ihre Hinwendung zu Malerei, Kalligrafie und Siegelschnitzerei entstand aus dem Gefühl, andere literarische Kunstformen seien vollständig erforscht.
  • Welche Techniken oder Materialien verwendete Chen Peiqiu?
    Chen Peiqiu verwendete verschiedene Techniken, darunter Kalligrafie, Siegelschnitzerei und Malerei. Seine Malpraxis wurde von einer epigrafischen Ästhetik beeinflusst. Statt die verwitterten Oberflächen von Stelen direkt zu kopieren, reduzierte Chen jedoch die sichtbare Pinselführung zugunsten der ‚knochenlosen‘ Methode in Vogel- und Blumenbildern sowie der Fingermalerei in Landschaften. Die knochenlose Methode betonte Lavuren und verteilte die Wirkung der Berührung über die Fläche. Sie verzichtete auf Konturen und stellte Formen allein durch Lavierung dar. In zwei Pflanzenalben von 1812 schrieb Chen darüber, die Konturstruktur abzulegen. Auch in einem blau-grünen Gemälde von 1815 verwendete er diese Methode. Chen malte zudem mit den Fingern, verzichtete auf den Pinsel und konzentrierte sich auf den direkten Kontakt mit Tusche und Papier. Er erwähnte Gao Qipeis Fingermalmethode. Fingermalerei wurde mit Exzentrikern, Einsiedlern und sogar psychischer Instabilität verbunden.
  • Wofür war Chen Peiqiu bekannt?
    Chen Peiqiu war eine anerkannte chinesische Künstlerin des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie spezialisierte sich auf traditionelle Pinsel- und Tuschetechniken, besonders Blumen- und Vogelmalerei. Lebendige Farben und feine Eleganz spiegeln technisches Können und persönliche Sicht. Sie wollte die innere Schönheit und Lebendigkeit der Natur erfassen und verband Realismus mit poetischem Empfinden. Zarte Pinselführung und feine Tonabstufungen schaffen Tiefe und Atmosphäre. Sie beherrschte auch Kalligrafie und Siegelschnitzerei und integrierte sie häufig zur Steigerung des künstlerischen Werts. In verschiedenen Positionen an Kunstinstitutionen trug sie zur Entwicklung und Förderung chinesischer Malerei bei.
  • Wo kann ich Werke von Chen Peiqiu sehen?
    Chen Peiqius Werke sind in Museen weltweit zu sehen. In China besitzt das Palace Museum in Peking eine umfassende Sammlung. Das Shanghai Art Museum umfasst zwölf Galerien. Das Capital Museum in Peking zeigt wechselnde Ausstellungen von Kalligrafie, Gemälden, Bronzen und Keramik. Das Chinese[1] Silk Museum in Hangzhou ist auf Seide und Textilien spezialisiert. Das Arthur M. Sackler Museum of Art & Archaeology befindet sich an der Peking University in Peking. Das Hong Kong Museum of Art besitzt Galerien chinesischer Altertümer, Kunst und Keramik. Außerhalb Chinas bewahrt das National Palace Museum in Taipeh Schätze aus der Verbotenen Stadt. Das Asian Civilisations Museum in Singapur widmet sich der kulturellen Vielfalt Chinas, Südasiens, der islamischen Welt und Südostasiens. In Japan besitzt das Tokyo National Museum chinesische Kunst von der Zeit vor der Han-Dynastie bis zur Qing-Dynastie. In den USA haben das Art Institute of Chicago, das Asian Art Museum of San Francisco, das Boston Museum of Fine Arts und das Cleveland Museum of Art bedeutende Sammlungen chinesischer Kunst. In Europa besitzen das British Museum und das Ashmolean Museum in Oxford wichtige chinesische Bestände. Die Sammlung des Musée Guimet in Paris umfasst sieben Jahrtausende chinesischer Kunst.
  • Wen beeinflusste Chen Peiqiu?
    Chen Peiqiu ließ sich von Künstlern der Ming- und frühen Qing-Dynastie anregen: Shitao (1642-1707[1]), Jin Nong, Yun Shouping (1633-1690), Xu Wei (1421-1493), Chen Chun (1483-1544) und Shen Zhou (1427-1509). Das hing teilweise mit ihrer Blumenmalerei zusammen, die als weniger traditionsgebunden galt als Landschaftsmalerei. Wu Changshi (1844-1927[1]) hatte viele Schüler, darunter Wang Zhen (1867-1938), Chen Hengque (1876-1923), Wang Geyi (1897-1987), Qi Baishi (1864-1957) und Pan Tianshou (1898-1971). 1909 trat er in die Shanghaier Kunstwelt ein und wurde Gründungsmitglied der Yu Garden Charitable Association of Calligraphers and Painters. 1913 leitete er die Xiling yinshe, die erste Vereinigung von Siegelschnitzern. Zhao Shaoang, nach 1949 in Hongkong, unterrichtete Tausende Schüler im Lingnan Painting Studio. Sein Erfolg ließ den Lingnan-Stil vierzig Jahre lang die dortige Kunstszene beherrschen und eine dritte Malergeneration prägen. Sein Schüler Ou Haonian, geboren 1935, lehrt am College of Chinese[1] Culture in Taiwan.
  • Wer beeinflusste Chen Peiqiu?
    Früh fand Chen Peiqiu Anregung im analytischen Kubismus, besonders bei Braque und Picasso. Sie studierte auch frühen Kandinsky und Miró neben Matisse und Mondrian. Sie analysierte Bildstrukturen, besonders Matisse' *Blue Window*, Mirós *Person Throwing a Stone at a Bird* und Mondrians Rasterbilder. Auch Léger, Renaissance- und Quattrocentokünstler, Alte Meister, amerikanische Meister und afrikanische Kunst studierte sie. Bis 1950[1]-51 betrachtete sie Pollock, de Kooning und Rothko als Mentoren. Sie sah Gorkys *Agony* von 1947 und *The Liver Is the Cock's Comb* in seiner Whitney-Ausstellung 1951 sowie Pollocks Werke der 1940er-Jahre. Auch Still, Rothko und Newman sah sie in Betty Parsons' Galerie. Später bewegten sie Louis' *Veils and Unfurleds* sowie Nolands Zielscheiben und Winkelmuster.
  • Wer war Chen Peiqiu?
    Chen Peiqiu war eine chinesische Künstlerin. Weitere Künstler ihrer Zeit waren Liu Xian (1915-1990[1]), Huang Xinbo (1915-1980[1]) und Yan Han (geboren 1916), außerdem Li Hua (1907-1994), Gu Yuan (1919-1996) und Luo Gongliu (geboren 1916). Aktiv waren auch Cai Liang (geboren 1932), Zhan Jianjun (geboren 1931), Jin Shangyi (geboren 1934), Quan Shanshi (geboren 1930) und Hou Yimin (geboren 1930). Luo Gongliu (geboren 1916) und Wu Biduan (geboren 1926) schufen ebenfalls Kunst. He Kongde (geboren 1925), Sun Zixi (geboren 1929), Wen Bao (geboren 1938) und Li Qi (geboren 1928) gehörten zur gleichen Zeit. Yang Zhiguang (geboren 1930), Shi Lu (1919-1982), Wang Shenglie (geboren 1923) und Liu Wenxi (geboren 1933) waren ebenfalls tätig. Weitere waren Fang Zengxian (geboren 1931), He Tianjian (1891-1977), Wu Hufan (1894-1968) und Li Keran (1907-1989).
  • Warum sind die Werke von Chen Peiqiu heute wichtig?
    Chen Peiqiu (1922[1]-2023) arbeitete als Maler und Kalligraf in traditionellen Stilen. Manche Historiker verglichen Chen Zizhuang mit Van Gogh wegen künstlerischen Empfindens, bewegten Lebens und posthumer Anerkennung. Chens Werk verweist auf klassische Dichter, Politiker, Maler, Kalligrafen und Philosophen und verbindet ihn durch gemeinsames Kulturwissen mit anderen. Seine Entwicklung zeigt die Suche nach Alternativen zur traditionellen Pinselführung. Sein bevorzugtes Werkzeug war der Meißel. Den ‚eisernen Pinsel‘ übertrug er aus der Siegelschnitzerei in Kalligrafie und Teekannenproduktion. In Gemälden vermied er gewöhnliche Pinselführung durch ‚knochenlose‘ Technik und Fingermalerei. Er strebte ‚Einfachheit, Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Reinheit‘ an. Bada Shanren prägte den pastoralen Stil; ‚Rowing against the Current‘ wurde wahrscheinlich von Shitao angeregt. 1988[1] fand The Exhibition of Chen Zizhuang’s Posthumous Works im National Art Museum of China in Peking statt.
  • Welchen Kunststil hatte Chen Peiqiu?
    Chen Peiqiu wurde in den traditionellen Konventionen der Pinselführung der Song- und Ming-Zeit ausgebildet. Sie ließ jedoch impressionistische und postimpressionistische Farbvorstellungen in ihre Palette einfließen und schuf Gemälde, die zugleich klassisch und modern wirken.
  • Wann wurde Chen Peiqiu geboren?
    Chen Peiqiu wurde 1922[1] geboren. Chen Peiqiu starb 2020[1] im Alter von 98 Jahren.

Quellen

Die redaktionellen Inhalte zu Chen Peiqiu stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.

  1. [1] Wikipedia Wikipedia: Chen Peiqiu Verwendet für: Biografie, Geburtsdaten, Sterbedaten, Kennungen, Zuordnung zur Kunstrichtung, Nationalität.
  2. [2] Buch Yan Zhou, A History of Contemporary Chinese Art Verwendet für: Biografie.
  3. [3] Buch Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author, Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author - The Art Book_ New Edition, Mini Format Verwendet für: Biografie.
  4. [4] Buch Masterpieces of western art : a history of art in 900 individual studies from the Gothic to the present day Verwendet für: Biografie.
  5. [5] Buch Gega Lama, Principles of Tibetan art_ illustrations and explanations of Buddhist iconography and iconometry according to the Karma Gardri school - Volume 1 Verwendet für: Biografie.
  6. [6] Buch Gega Lama, Principles of Tibetan art_ illustrations and explanations of Buddhist iconography and iconometry according to the Karma Gardri school - Volume 2 Verwendet für: Biografie, Stilanalyse.
  7. [7] Buch Gega Lama, Principles of Tibetan art_ illustrations and explanations of Buddhist iconography and iconometry according to the Karma Gardri school - Volume 2 Verwendet für: Biografie, Stilanalyse.

Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 5. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.

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