











Chaïm Soutine
Chaïm Soutine (1893-1943) war ein russischer Maler belarussisch-jüdischer Herkunft, der in Paris lebte. Er trug zur expressionistischen Bewegung bei und gehörte zur Schule von Paris. Sein Werk umfasste Landschaften, Porträts und Stillleben. Er lebte in La Ruche in Montparnasse und wurde während des Ersten Weltkriegs vom Kunsthändler Léopold Zborowski unterstützt.

Biografie
Soutine trug Farbe dick und krustig auf. Seine Landschaften, etwa jene aus den Jahren 1919 bis 1922, wichen von traditionellen rationalen Bildkonstruktionen ab. In seinen Porträts bewahrte er die Ähnlichkeit mit dem Modell und schuf zugleich Figuren von greifbarer Körperlichkeit. Solis Prints bietet Kunstdrucke seiner Werke an, darunter Landscape (Expressionist Study), Self Portrait with Beard, View of Ceret und Woman in Pink.
Zeitleiste
- 1893Geboren in Smilavichy bei Minsk im Russischen Reich (heute Belarus), als zehntes von elf Kindern einer armen jüdischen Familie.
- 1913Mit 20 kam er nach Paris und ließ sich in La Ruche nieder, einem gemeinschaftlichen Künstleratelier in Montparnasse. Er schrieb sich an der Ecole des Beaux-Arts bei Fernand Cormon ein.
- 1915Mit 22 lernte er Amedeo Modigliani in Paris durch den Bildhauer Jacques Lipchitz kennen. Die beiden wurden enge Freunde, und Modigliani malte mehrmals sein Porträt.
- 1919Mit 26 reiste er auf Drängen des Kunsthändlers Leopold Zborowski nach Ceret in den französischen Pyrenäen. Er verbrachte dort drei Jahre und schuf über 200 intensiv ausgearbeitete Landschaften.
- 1923Mit 30 erwarb der amerikanische Sammler Albert Barnes bei einem einzigen Besuch in Paris etwa 60 seiner Gemälde und veränderte Soutines Lebensumstände über Nacht.
- 1927Mit 34 hatte er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Bing in Paris. Sein Ruf als bedeutender expressionistischer Maler war inzwischen fest etabliert.
- 1940Mit 47 floh er aus Paris, als die nationalsozialistische Besatzung begann. Als jüdischer Künstler verbrachte er die verbleibenden Jahre versteckt auf dem französischen Land und wechselte häufig den Aufenthaltsort.
- 1943Starb am 9. August im Alter von 50 Jahren in Paris an einem durchgebrochenen Geschwür, nach einer verzweifelten 24-stündigen Reise aus seinem Versteck zu einem Chirurgen. Er wurde auf dem Friedhof Montparnasse beigesetzt.
Bedeutende Werke
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Wo man Chaïm Soutine sehen kann
1 Museum weltweit.
- 1 Werke
Musée d'Art Moderne de Fontevraud
Fontevraud, Frankreich
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Kunstdrucke von Chaïm Soutine
Von Hand veredelte Archivdrucke aus dem Werk von Chaïm Soutine.
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Wie ist der Kunststil von Chaim soutine?
Chaïm Soutines Art des Farbauftrags unterschied sich deutlich von der Georges Rouaults, doch sein wilder, chaotischer Geist ähnelte dem des Franzosen. Er galt als Pariser Expressionist und gehörte zur „Schule von Paris“.Für welche Eigenschaft ist der Kunststil von Chaim soutine bekannt?
Chaïm Soutines Malstil ist für seinen dicken, krustigen Farbauftrag bekannt. Auch sein wilder, chaotischer Geist ist eine bemerkenswerte Eigenschaft.Wie starb chaim soutine?
Chaïm Soutine starb 1943 im Alter von 50 Jahren.Was ist das berühmteste Werk von Chaïm Soutine?
Obwohl Chaïm Soutine ein vielseitiges Werk schuf, ist er vor allem für seine Serie von Gemälden bekannt, die Rinderkadaver darstellen. Diese vorwiegend in den 1920er-Jahren entstandenen Werke zeichnen sich durch dicken Impasto und intensive Farbigkeit aus. Soutines Interesse an diesem Motiv geht auf seine Zeit als Hotelpage in einem Pariser Hotel zurück. Dort erlebte er die Anlieferung von Tierkadavern an die Küche. Inspiriert wurde er zudem durch Rembrandts Gemälde *Slaughtered Ox* von 1655, das er im Louvre sah. Eines von Soutines bekanntesten Kadaver-Gemälden trägt schlicht den Titel *Carcass of Beef*. Zwischen 1924 und 1927 malte er mehrere Fassungen dieses Motivs. Diese Gemälde zeigen häufig einen gehäuteten Tierkadaver, der in einer Metzgerei hängt. Das rohe Fleisch ist in Rot-, Weiß- und Blautönen wiedergegeben. Die Gemälde werden oft als memento mori gedeutet, als Meditationen über Sterblichkeit und die Vergänglichkeit des Lebens. Sie spiegeln zudem Soutines Interesse daran wider, die unmittelbare, körperliche Wirklichkeit der Welt um ihn herum einzufangen.Was sollte ich über die Drucke von Chaïm Soutine wissen?
Obwohl Chaïm Soutine eher für seine Gemälde bekannt ist, bieten Drucke einen weiteren Zugang zu seiner künstlerischen Vision. Die Druckgrafik hat eine lange Geschichte, die bis ins alte Ägypten und China zurückreicht, doch erst im späten 19. Jahrhundert begannen Drucke, als eigenständiges künstlerisches Medium zu gelten. Künstler begannen, ihre Drucke zu signieren, um originale Grafiken von Reproduktionen zu unterscheiden. Sie begannen zudem, die Auflagengröße zu begrenzen und die Drucke zu nummerieren, was den Preis beeinflusste und eine übermäßige Nutzung der Platte oder des Steins verhinderte. Drucke erlaubten es Künstlern, dank höherer Produktionsmengen und niedrigerer Kosten ein breiteres Publikum zu erreichen. Händler wie Julius Meier-Graefe, Ambroise Vollard und Daniel-Henry Kahnweiler erkannten den Wert von Drucken und ermutigten Maler und Bildhauer, solche zu schaffen. Bei der Betrachtung eines Drucks sollte man auf die Auflagenangabe (als Zahlenpaar geschrieben), den Titel in der Mitte und die Signatur rechts achten. Diese Angaben, meist mit Bleistift geschrieben, können Aufschluss über die Echtheit des Drucks und seine Stellung innerhalb der Auflage geben.Welchem Stil oder welcher Kunstströmung gehörte Chaïm Soutine an?
Chaïm Soutine (geboren 1893 oder 1894, gestorben 1943) wird dem Expressionismus und der École de Paris zugerechnet. Um 1913 kam er aus Litauen nach Paris und entwickelte einen eigenständigen Stil, der sich durch dicke Farbschichten und verzerrte Formen auszeichnet. Seine Kunst wurde als schwermütig und heftig beschrieben, mit einem wilden, chaotischen Geist. Obwohl er sich mit Werken alter Meister wie Rembrandt, Chardin und Courbet auseinandersetzte, entwickelte sich sein Stil in Richtung Abstraktion. Mit Form, Farbe und Textur drückte er eine emotionale Reaktion auf die Welt aus. Seine Gemälde zeigen oft Landschaften, Porträts und Stillleben. Soutines Landschaften, insbesondere die zwischen 1919 und 1922 entstandenen, besitzen eine heftige Kraft. Statt rationaler Anordnungen zeigen Werke wie *Hill at Ceret* (um 1920–21) leidenschaftliche, persönliche Reaktionen auf die Natur, mit der sich der Künstler offenbar identifizierte. Seine Porträts zielen weniger auf psychologische Analyse als darauf, neue, emotional aufgeladene Figuren zu schaffen. Soutines bewegter Stil nahm Künstler wie Willem de Kooning vorweg.Welche Techniken oder Materialien verwendete Chaïm Soutine?
Chaïm Soutine, ein in Russland geborener Künstler belarussisch-jüdischer Herkunft (1893-1943), zog 1913 nach Paris und wurde Teil der „École de Paris“. Er wird dem Expressionismus zugerechnet, obwohl sein Stil einzigartig war. Soutines Vorgehen war geprägt von einem dick aufgetragenen Farbauftrag. Seine Kunst ging weniger um Darstellung als um Form, Farbe und Textur. Er wollte die formalen und emotionalen Möglichkeiten der Malerei erweitern. Seine Werke zeigen häufig extreme Verzerrungen und mehrere, leuchtende Farbschemata. Soutine war fasziniert von der Substanz des Fleisches, ob menschlich oder tierisch. Das zeigt sich in seinen Porträts, oft von uniformierten Figuren wie Dienern und Konditoren, sowie in seinen Stillleben, die häufig tote Tiere zeigen. In seinen Stillleben studierte und malte er die innere Substanz des tierischen Fleisches mit großer Sorgfalt. Zwischen 1919 und 1922 malte Soutine mit einer gewaltsamen, katastrophischen Kraft, die ein Gefühl beständiger Veränderung vermittelte.Wofür war Chaïm Soutine bekannt?
Chaïm Soutine (1893-1943) war ein in Russland geborener Maler belarussisch-jüdischer Herkunft. Bekannt ist er für seinen Beitrag zum Expressionismus während seiner Zeit in Paris. Zu seinen Vorbildern zählte die klassische europäische Malerei, insbesondere Werke von Rembrandt, Chardin und Courbet. Soutine entwickelte eine eigene Bildsprache, in der Form, Farbe und Textur wichtiger waren als eine genaue Wiedergabe. Manche sehen in ihm eine Brücke zwischen traditionellen Ansätzen und dem Abstrakten Expressionismus. Seine Gemälde umfassen Porträts, Stillleben und Landschaften. Zwischen 1919 und 1922 malte Soutine im französischen Céret und entwickelte dort seinen Stil. Seine Landschaften aus dieser Zeit wirken gewaltsam und katastrophisch. Statt die Natur zu ordnen, reagierte er auf ihre dynamischen Prozesse und identifizierte sich mit Bäumen, Felsen und anderen Naturelementen. Soutines Porträts gelten als bedeutend, richten den Blick jedoch weniger auf psychologische Analyse als manche andere. Er versuchte, neue, oft dämonische und gequälte Lebewesen zu schaffen und zugleich die Ähnlichkeit mit dem Modell zu bewahren. Auch Stillleben mit toten Tieren gehörten zu seinem Werk. Soutine faszinierte die Beschaffenheit des Fleisches, ob tierisch oder menschlich.Wann lebte und arbeitete Chaïm Soutine?
Chaïm Soutine wurde 1893 geboren und starb 1943. Er wurde im heutigen Belarus geboren, das damals zu Litauen gehörte. Soutine zog 1913 nach Paris, wo er Teil der „Schule von Paris“ wurde. Er gilt als expressionistischer Maler. Zu seinen Weggefährten gehörte Amedeo Modigliani, der 1917 ein Porträt von Soutine malte. Léopold Zborowski, ihr Kunsthändler, unterstützte Soutine während des Ersten Weltkriegs und nahm ihn mit nach Nizza, um der deutschen Invasion zu entgehen. Von 1919 bis 1922 arbeitete Soutine in Céret in den französischen Pyrenäen; dort entwickelte sich sein Stil. Er lebte in Cagnes und kehrte dann nach Paris zurück, wo er bis 1940 arbeitete. Als Jude floh Soutine während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg aus Paris. Soutine ist für seine Porträts und Stillleben bekannt. Seine Porträts aus den 1920er-Jahren zeigen häufig uniformierte Personen wie Diener, Konditoren und Chorknaben. Zwischen 1927 und 1920 malte Soutine Bilder von Chorknaben, Restaurantpersonal und Hotelportiers. Seine Stillleben zeigen häufig Tierfleisch.Wann wurde chaim soutine geboren?
Chaïm Soutine wurde 1893 in Russland geboren. Chaïm Soutine starb 1943 im Alter von 50 Jahren.Wo kann ich Werke von Chaïm Soutine sehen?
Werke von Chaïm Soutine finden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen in ganz Europa. In Frankreich besitzen mehrere Pariser Museen seine Gemälde, darunter das Musée d'Orsay, das Musée du Louvre, das Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris und das Musée de l'Orangerie, das The Little Pastry Cook besitzt. Weitere französische Museen mit Werken von Soutine sind das Musée des Beaux-Arts in Nantes und das Musée National Fernand Léger in Biot. Außerhalb Frankreichs ist Soutines Kunst im Kunstmuseum Basel und im Kunstmuseum Bern zu sehen. Weitere Schweizer Standorte umfassen die Gottfried Keller-Stiftung, die Staechelin Foundation, das Kunstmuseum Winterthur und das Kunsthaus Zürich. Es gibt auch mehrere Privatsammlungen, die ihre Werke manchmal für öffentliche Ausstellungen verleihen, etwa die Thyssen-Bornemisza Collection und die Josefowitz Collection. Diese Sammlungen sind nicht immer zugänglich, daher empfiehlt es sich, die Websites der Museen auf aktuelle Ausstellungen zu prüfen.Woher stammte Chaïm Soutine?
Chaïm Soutine wurde 1893 in Smilovitchi in Litauen (heute Belarus) geboren. Er gilt als russischer Maler belarussisch-jüdischer Herkunft. 1913 zog Soutine nach Paris und wurde Teil der „École de Paris“, einer Gemeinschaft von Künstlern, die im expressionistischen Stil arbeiteten. Seine Gemälde aus dieser Zeit zeigen eine eigenständige Handschrift mit dick aufgetragener Farbe und verzerrten Formen. In Paris freundete sich Soutine mit Amedeo Modigliani an, der ihn 1917 porträtierte. Der Kunsthändler Léopold Zborowski unterstützte Soutine während des Ersten Weltkriegs und brachte ihn nach Nizza, um ihn vor der deutschen Invasion in Sicherheit zu bringen. Ab 1919 verbrachte Soutine drei Jahre in Céret in den französischen Pyrenäen. Dort entwickelte er einen eigenständigen Stil. Nach 1922 lebte er in Cagnes und kehrte dann nach Paris zurück, wo er bis 1940 arbeitete. Als Jude floh Soutine während der deutschen Besatzung aus Paris. Er starb 1943.
Quellen
Die redaktionellen Inhalte zu Chaïm Soutine stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.
- [1] Fachliteratur Chaim Soutine | Expressionist, Painter, Paris Verwendet für: Biografie.
- [2] Buch Amedeo Modigliani, Delphi Complete Paintings of Amedeo Modigliani (Illustrated) (Delphi Masters of Art Book 27) Verwendet für: Biografie.
- [3] Buch guggenheim-vangoghexpressio00gogh Verwendet für: Biografie.
- [4] Buch Masterpieces of western art : a history of art in 900 individual studies from the Gothic to the present day Verwendet für: Biografie.
- [5] Museum Chaïm Soutine - Centre Pompidou Verwendet für: Biografie.
- [6] Museum Chaïm Soutine | MoMA Verwendet für: Biografie.
- [7] Museum Chaim Soutine | National Gallery of Art Verwendet für: Biografie.
- [8] Museum Chaim Soutine - View of Cagnes - The Metropolitan Museum of Art Verwendet für: Museumsbestände.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 20. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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