





Alfred Wallis
Er malte nur siebzehn Jahre lang, begann mit etwa siebzig Jahren und verkaufte nie ein Gemälde für mehr als ein paar Schilling. Dennoch schuf Alfred Wallis einige der eindringlichsten Seestücke der britischen Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts. Er arbeitete auf Pappresten mit Schiffsfarbe aus einem Eisenwarenladen in Penzance.

Biografie
Wallis wurde 1855[1] in Devonport geboren und verbrachte sein Arbeitsleben auf See. Er fuhr auf Schonern auf der Nordatlantikroute zwischen Penzance und Neufundland und arbeitete auf Fahrten nach Labrador als Schiffskoch. Nach seiner Rückkehr nach St Ives betrieb er dreißig Jahre lang einen Schiffsausrüstungshandel. Um 1925[1], nach dem Tod seiner Frau Susan, begann er zu malen, angetrieben von einem Bedürfnis nach Gesellschaft, wie er es beschrieb. Er war vollständig Autodidakt und hatte keine Verbindung zu der Künstlergemeinschaft, die sich bereits in St Ives etabliert hatte.
Im August 1928[1] entdeckten Ben Nicholson und Christopher Wood Wallis’ Werk bei einem Besuch in der Stadt und waren sofort davon beeindruckt. Nicholson schrieb später, Wallis’ Bilder seien für ihn nie bloße Darstellungen, sondern wirkliche Ereignisse gewesen. Durch Nicholson und Wood gelangte Wallis’ Werk zu Jim Ede, seinem wichtigsten Fürsprecher, der ihn in den 1930er-Jahren mit progressiven modernistischen Kreisen bekannt machte. Auf seinen Gemälden, die oft Schiffe zeigen, von denen er fürchtete, sie könnten sich mit dem Wandel der Fischereitechnik verlieren, verwendete er eine flache, kartenartige Perspektive: Der Maßstab spiegelte die Bedeutung statt der Entfernung wider.
Trotz aller Bewunderung lebte Wallis durchgehend in Armut. Er starb 1942[1] im Armenhaus von Madron im Alter von 87 Jahren. Der Töpfer Bernard Leach gestaltete die Grabfliesen auf dem Friedhof Barnoon: Sie zeigen einen alten Mann an einem Leuchtturm. Werke Wallis’ befinden sich heute in der Tate und in Kettle’s Yard in Cambridge, dem Wohnhaus von Jim Ede.
Zeitleiste
- 1855In Devonport in England geboren
- 1925Begann nach dem Tod seiner Frau Susan zu malen.
- 1928Wurde in St Ives von Ben Nicholson und Christopher Wood entdeckt
- 1930Sein Werk gelangte zu Jim Ede, der zu seinem wichtigsten Fürsprecher wurde.
- 1930Er wurde in progressive Kreise der Moderne eingeführt.
- 1942Starb mit 87 Jahren im Arbeitshaus von Madron
Bedeutende Werke
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Kunstdrucke von Alfred Wallis
Von Hand veredelte Archivdrucke aus dem Werk von Alfred Wallis.
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Wofür ist Alfred Wallis bekannt?
Alfred Wallis ist für seine eindringlichen Meeresbilder in der britischen Kunst des 20. Jahrhunderts bekannt. Auf seinen Leinwänden stellte er oft Schiffe dar, von denen er fürchtete, sie könnten durch den Wandel der Fischereitechnik verschwinden. Dabei verwendete er eine flache, landkartenartige Perspektive, in der die Grösse eher Bedeutung als Entfernung ausdrückte.Was ist das berühmteste Werk von Alfred Wallis?
Es ist schwierig, ein einzelnes Werk als Alfred Wallis' berühmtestes zu bezeichnen. St Ives with Godrevy Lighthouse, um 1935[1], gehört jedoch zweifellos zu seinen bekanntesten Gemälden. Wallis, ein ehemaliger Fischer, begann erst spät, mit über siebzig Jahren, zu malen. Seine Werke haben einen naiven Charakter, der oft mit Kinderkunst verglichen wird, eine flache Perspektive und verzichten auf traditionelle künstlerische Techniken. St Ives with Godrevy Lighthouse zeigt eine Stadt, einen Hafen und einen Leuchtturm aus erhöhter Sicht. Wallis ließ große Teile des braunen Kartons sichtbar und nutzte ihn als Grundlage für die Farbgestaltung. Dann fügte er hellblaue, grüne, weiße und schwarze Farbe hinzu. Wallis malte nicht nach unmittelbarer Beobachtung. Seine Bilder waren vielmehr spontane Reaktionen auf erinnerte oder vorgestellte Erlebnisse, vor allem mit Schiffen, Küsten und Häfen. Er verwendete häufig unregelmäßig geformte Kartonstücke, eine Praxis, die später andere Künstler in St Ives übernahmen.Was sollte ich über die Drucke von Alfred Wallis wissen?
Alfred Wallis schuf keine Kunstdrucke im herkömmlichen Sinne. Bekannter ist er für seine Gemälde von Schiffen und Häfen im primitivistischen Stil, häufig gemalt auf gefundenen Materialien wie Pappe. Dennoch hilft die Kenntnis der Konventionen der Druckgrafik dabei, den weiteren Kontext von Kunstauflagen zu verstehen. Drucke werden häufig in limitierten Auflagen hergestellt, eine Entscheidung, die der Künstler trifft, nicht das Medium selbst vorgibt. Jeder Druck einer Auflage gilt als Original und wird nummeriert. Die Auflagennummer erscheint auf dem Druck zusammen mit dem Titel und der Signatur des Künstlers, üblicherweise mit Bleistift. Die Nummerierung steht meist am linken unteren Rand des Drucks, der Titel in der Mitte und die Signatur rechts. Mitunter werden „Künstlerabzüge“ (mit A/P gekennzeichnet) hergestellt, identisch mit der Auflage, jedoch auf etwa 10 % des Gesamtdrucks begrenzt. Weitere Vermerke sind „T/P“ für frühe Probedrucke, „V“ für Varianten und „Hors de Commerce“ für nicht kommerzielle Exemplare. Diese Konventionen sichern Transparenz und steigern den Wert von Kunstdrucken.Welchem Stil oder welcher Bewegung gehörte Alfred Wallis an?
Alfred Wallis gilt als britischer „primitiver“ Künstler. Er begann erst mit siebzig Jahren zu malen und wurde später von Ben Nicholson entdeckt. Wallis wurde daraufhin zu einem Einfluss auf die St-Ives-Maler in Cornwall. Wallis' Werke besitzen eine flache, naive Qualität, die an von Kindern geschaffene Bilder erinnert. Sie verzichten auf optische Techniken wie Perspektive oder Fluchtpunkte. Wallis war Fischer, und seine Gemälde zeigen vor allem Schiffe, Küsten und Häfen. Diese Gemälde entstanden nicht nach der Natur, sondern waren spontane Reaktionen auf erinnerte oder vorgestellte Erlebnisse. Wallis arbeitete häufig auf unregelmäßig zugeschnittenen Pappstücken; diese Technik wurde später von den kultivierteren St-Ives-Malern übernommen. Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts bewunderten die Unmittelbarkeit und Echtheit von Wallis' Kunst. Manche Künstler wollten dem Ideal des „Mannes von der Straße“ entsprechen und klare, unkomplizierte Bilder malen.Welche Techniken oder Materialien verwendete Alfred Wallis?
Alfred Wallis, ein Fischer, der mit über siebzig Jahren zu malen begann, verwendete einfache Materialien und Techniken, die seinen unverwechselbaren Stil prägten. Er malte oft auf unregelmäßig geformten Kartonstücken und ließ mitunter Teile des Kartons als Bestandteil der Komposition sichtbar. Wallis arbeitete hauptsächlich mit Ölfarbe und Bleistift. Seine Bilder zeigen häufig Schiffe, Küsten und Häfen und beruhen auf Erinnerungen und Vorstellungen statt auf unmittelbarer Beobachtung. Sein Stil zeichnet sich durch einen flachen, naiven Charakter ohne traditionelle Perspektive oder Fluchtpunkte aus. Seine Farben beschränkten sich oft auf Hellblau, Grün, Weiß und Schwarz, die er auf den braunen Karton auftrug. Wallis ging beim Kunstschaffen spontan vor. Er stützte sich weder auf eine formale Ausbildung noch auf optische Techniken. Seine besonderen Methoden und Materialien beeinflussten andere Künstler, insbesondere diejenigen im Umfeld der Schule von St Ives in Cornwall.Wofür war Alfred Wallis bekannt?
Alfred Wallis (1855[1]–1942[1]) war ein Fischer aus Cornwall, der erst in seinen Siebzigern zu malen begann. Er ist für seinen naiven Stil und seine aus der Erinnerung gemalten Darstellungen von Schiffen, Küsten und Häfen bekannt. Wallis hatte keine formale künstlerische Ausbildung. Seine Bilder wirken flächig und verzichten auf optische Perspektive, ähnlich wie Kinderzeichnungen. Er malte häufig auf unregelmäßig geformten Kartonstücken und verwendete eine begrenzte Farbpalette. In St Ives with Godrevy Lighthouse (um 1935[1]) bleibt ein großer Teil des braunen Kartons sichtbar; Hellblau, Grün, Weiß und Schwarz wurden hinzugefügt. Ben Nicholson „entdeckte“ das Werk von Wallis. Er wurde zu einer einflussreichen Figur unter den britischen „primitiven“ Künstlern und beeinflusste besonders die Malergruppe von St Ives in Cornwall. Seine Bilder entstanden nicht nach dem Leben. Vielmehr waren sie spontane Reaktionen auf erinnerte oder vorgestellte Erlebnisse.Wann lebte und arbeitete Alfred Wallis?
Alfred Wallis wurde am 5. August 1855[1] in Devonport, England, geboren. Er starb am 29. August 1942[1] in Madron, Cornwall. Sein Leben umfasste die viktorianische Epoche und den Zweiten Weltkrieg. Einen großen Teil seines Berufslebens verbrachte Wallis auf See. Nach seinem Tod wurde bekannt, dass er erst relativ spät, irgendwann in den 1920er-Jahren, mit dem Malen begonnen hatte. Wegen seiner fehlenden formalen Ausbildung gilt er als britischer Primitiv- oder Naivkünstler. Wallis malte vor allem Schiffe und das Meer, geprägt von seiner Seefahrerzeit. Häufig zeigen die Bilder historische Ereignisse oder persönliche Erinnerungen. Als Malgrund verwendete er einfache Materialien wie Karton und Haushaltsfarbe. Wallis lebte und arbeitete weitgehend unbeachtet in Cornwall. Anerkennung fand seine Kunst, nachdem Ben Nicholson und Christopher Wood ihn 1928[1] in St Ives entdeckt hatten. Sie sahen seine Gemälde in seinem Haus und waren von ihrem besonderen Stil beeindruckt. Diese Begegnung führte dazu, dass Wallis mit der St Ives School, einer Gruppe moderner britischer Künstler, in Verbindung gebracht wurde.Wo kann ich Werke von Alfred Wallis sehen?
Werke von Alfred Wallis sind in mehreren öffentlichen Sammlungen zu sehen. Im Vereinigten Königreich besitzt das Victoria & Albert Museum in London Stücke von Wallis. Weitere britische Museen mit Beständen sind die Brighton Museum & Art Gallery und die Manchester Art Gallery. Auch die National Museums of Scotland, Royal Museum in Edinburgh besitzen Beispiele seines Werks. Außerhalb des Vereinigten Königreichs besitzen mehrere amerikanische Museen Werke, etwa das Metropolitan Museum of Art (New York), das Los Angeles County Museum of Art, das Minneapolis Institute of Arts und das Museum of Modern Art (New York). Auch das Charles Hosmer Morse Museum of American Art (Winter Park, Florida), das Royal Ontario Museum (Toronto), das Virginia Museum of Fine Arts (Richmond) und das Wolfsonian an der Florida International University (Miami Beach) besitzen Werke.Woher stammte Alfred Wallis?
Alfred Wallis wurde 1855[1] in Devonport geboren. Später zog er nach St Ives in Cornwall und arbeitete dort als Fischer. Erst mit über 70 Jahren begann er zu malen. Wallis hatte keine formale Kunstausbildung. Seine Gemälde zeigen Schiffe, Küsten und Häfen, oft aus der Erinnerung oder Vorstellung. Er malte nicht nach dem Leben. Sein Werk hat eine naive Wirkung und eine flache Perspektive, die an Kinderzeichnungen erinnert. Häufig malte er auf unregelmäßig geformten Kartonstücken und verwendete eine begrenzte Palette aus Farben wie Hellblau, Grün, Weiß und Schwarz. Der Karton blieb oft sichtbar und bildete den Farbhintergrund des Gemäldes. Anerkennung fand Wallis' Kunst, als Ben Nicholson ihn entdeckte. Er wurde zu einer einflussreichen Persönlichkeit unter britischen „primitiven“ Künstlern und prägte besonders die St Ives-Gruppe in Cornwall. Wallis starb 1942[1] in Madron.Wen beeinflusste Alfred Wallis?
Alfred Wallis (1855[1]-1942[1]) war ein Fischer aus Cornwall, der mit über siebzig Jahren zu malen begann. Sein Werk hatte erheblichen Einfluss auf die Maler von St Ives in Cornwall, und er wurde zum einflussreichsten britischen „primitiven“ Künstler. Wallis' Bilder, die häufig Schiffe, Küsten und Häfen zeigen, waren spontane Reaktionen auf erinnerte oder vorgestellte Erlebnisse und entstanden nicht nach der Natur. Wallis verwendete oft unregelmäßig geformte Kartonstücke als Malgrund, eine Technik, die später künstlerisch versiertere Maler von St Ives übernahmen. Sein Stil hat einen flachen, naiven Charakter, erinnert an Kinderkunst und verzichtet auf traditionelle optische Techniken wie die Perspektive. Bei Werken wie *St Ives with Godrevy Lighthouse* (um 1935[1]) ließ Wallis große Teile des Kartons sichtbar, nutzte ihn als Grundfarbe und fügte nur Hellblau, Grün, Weiß und Schwarz hinzu. Ben Nicholson entdeckte Wallis und machte ihn einem größeren Publikum bekannt.Wer beeinflusste Alfred Wallis?
Alfred Wallis (1855[1]-1942[1]) war ein britischer „primitiver“ Künstler. Seine Gemälde, oft von Schiffen, Küsten und Häfen, beruhten auf erinnerten oder vorgestellten Erlebnissen und nicht auf unmittelbarem Naturstudium. Wallis begann in seinen 70ern zu malen. Er wurde von Ben Nicholson entdeckt und wurde zu einer einflussreichen Figur für die St-Ives-Maler in Cornwall. Wallis' Stil zeichnet sich durch eine flache, naive Qualität aus, die an Kinderkunst erinnert. Seinen Werken fehlen oft optische Techniken wie Perspektive oder ein Fluchtpunkt. Er malte häufig auf unregelmäßig geformten Kartonstücken, eine Technik, die später von versierteren St-Ives-Künstlern übernommen wurde. Manche Quellen legen nahe, dass Wallis von Gontcharova, Lowry, Nicholson, Rousseau und Wadsworth beeinflusst wurde.Wer war Alfred Wallis?
Alfred Wallis (1855[1]–1942[1]) war ein britischer Künstler und Fischer. Er wurde in Devonport geboren und begann erst mit über 70 Jahren zu malen. Wallis gilt als bedeutender britischer „primitiver“ Künstler, insbesondere wegen seines Einflusses auf die St Ives-Gruppe in Cornwall. Seine Gemälde zeigen oft Küstenlandschaften, Häfen und Schiffe. Statt nach dem Leben zu malen, schuf Wallis spontane Arbeiten aus erdachten und erinnerten Erlebnissen. Sein Stil ist flächig und naiv; eine traditionelle Perspektive fehlt. Häufig malte er auf unregelmäßig geformten Kartonstücken und verwendete eine begrenzte Palette aus Blau, Grün, Weiß und Schwarz. Diese Technik übernahmen später auch andere Künstler, darunter einige der anspruchsvolleren Maler der St Ives-Gruppe. Ein Beispiel ist sein Werk *St Ives with Godrevy Lighthouse* (um 1935[1]).
Quellen
Die redaktionellen Inhalte zu Alfred Wallis stützen sich auf die folgenden Primär- und Tertiärquellen.
- [1] Wikipedia Wikipedia: Alfred Wallis Verwendet für: Biografie, Geburtsdaten, Sterbedaten, Kennungen, Zuordnung zur Kunstrichtung, Nationalität.
- [2] Buch Linda Bolton, Art revolutions _ Impressionism Verwendet für: Biografie.
- [3] Buch Linda Bolton, Art revolutions _ Impressionism Verwendet für: Biografie.
- [4] Buch Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author, Beard, Lee, 1973- author, Butler, Adam, author; Van Cleave, Claire, author; Fortenberry, Diane, author; Stirling, Susan, author - The Art Book_ New Edition, Mini Format Verwendet für: Biografie.
Redaktionell betreut von Solis Prints. Quellen geprüft am 20. Oktober 2026. Klicken Sie auf eine Quelle für Details, oder zeigen Sie oben auf der Seite auf [N], um eine Vorschau zu sehen.
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